Archiv für den Monat November 2011

Weihnachten billig gemacht

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Guten Tag.

Jeder kennt die Situation. Mit 2.50€ in der Hosentasche durch die Innenstadt schlendern, und nicht wissen, was man tun soll. Weniger als ein Fünfer verballert man am besten im 1€-Shop. Aufgekommen in den USA, schwappte die Welle über nach Europa und mittlerweile steht so ein Laden an jeder Ecke. Geschirr, Besteck, Bürobedarf, Süßwaren, Feuerwerk, Getränke, Lego-Kopien, Chistbaumschmuck das ganze Jahr, Haushaltsartikel uvm., eigentlich kriegt man da alles, was man braucht. Beziehungsweise, was man nicht braucht.

Und selbst, wenn es überhaupt keinen nachvollziehbaren Nutzen hat, kaufe ich mir hin und wieder ein PC-Spiel für den kleinen Euro. Oder eine Porzellanschüssel. Oder Batterien, die dann 2 Tage halten. Oder Wunderkerzen. Gottverdammt, irgendwas hat dieser Laden, ich brauche nichts daraus und doch steh ich immer wieder drin. Mysteriöse Kräfte ziehen mich da rein.

Das kennt ihr doch sicher auch. Aber schlimm finde ich das nicht.

Ach ja! Weihnachtsgeschenke! Wenn ich keinen Bock habe, viel Geld für meinen Halbgroßonkel auszugeben, dann erwerbe ich dort für 1.50€ eine nette Weihnachtsschale aus Porzellan. Mit Nikolaus drauf. Und Sternchen. Und wenn dann um Silvester herum die Farbe langsam abgeht, werden alle denken, er hätte sie falsch gespült.

Weihnachtsgeschenke im 1€-Shop kaufen!!! Allein die Geste zählt..

Sie hörten einen nützlichen Hinweis von Phil Harbour, einem Stammkunden im Billigladen.

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Facebook vs. Twitter

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Guten Abend Twitterer.

Falls ihr keine seid, lest diesen Artikel als Apell. Falls doch: Ihr werdet mir Recht geben.

Facebook an sich ist eine tolle Sache. Man kann einfach und komfortabel mit seinen Freunden kommunizieren. Bilder, Videos und so weiter (oder wie Facebook es nennt: Inhalte) posten und dem gesamten Bekanntenkreis auf einmal zeigen. Über Facebook können wunderbare Freundschaften und echte Beziehungen entstehen. Außenseiter zu sein wird fast unmöglich gemacht. Das hört sich gut an.

Was Facebook aber nicht kann, kann Twitter. Und noch mehr. Ich kann auf Twitter Bilder, Videos,  Text und notfalls Links posten. Ich kann chatten, ich kann per Mention reden. Mehr als 140 Zeichen schreibt doch auch auf Facebook keine Sau! Die sind da doch stolz, wenn sie einen fehlerlosen Satz schreiben! Gelikt wird auf Twitter nichts. Das ist auch gut so. Jeder folgt einfach dem, was er mag, und muss nicht dem folgen, der ihm folgt. So wird man nicht zugespammt von Leuten, mit denen man nichts zu tun haben will. Oder von Firmen.

Der vielleicht größte Vorteil an Twitter ist, dass man es nutzen kann, wie man will. Bei Facebook hat man ein Benutzerprofil, oder eben nicht. Einzige Alternative bildet die Seite, aber die ist mir zu aktiv. ICH WILL DOCH AUCH LESEN, wass die Leute schreiben, gottverdammt.

Wenn ich Twitter beitrete, dann entweder, weil ich es als Kommunikationsmöglichkeit nutzen möchte, oder um Werbung für mein Unternehmen zu machen, oder um Leute zum Lachen zu bringen, oder um mit Promis in Kontakt zu kommen, oder einfach immer auf dem neusten Stand zu sein oder oder oder. Jeder wie er will.

An alle Twitterer: Sind wir nicht alle eine große Familie? WIR sind die wahren Witzeerzähler. Und WIR sind die eigentlichen Nachrichten!

An alle Facebookfaschisten: DENKT MAL DRÜBER NACH WAS IHR DA TUT!

Sie hörten einen Kommentar von Phil Harbour, einem leidenschaftlichen Twitterer (gesendet von meinem iPhone).

Ich war noch niemals im New York..

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Einen schönen Abend schonmal im Vorraus. Aber hören sie mir zu.

Ich bin verwundert, ja fast erschüttert darüber, dass so viele Leute, die Möglichkeiten, die man heute hat, nicht nutzen. Im Mittelalter war es bis zum Nachbarort schon eine weite Reise, nur die wenigsten drungen von hier aus bis nach Asien, geschweige denn nach Amerika vor.

Heute ist es möglich, an einem halben Tag von Berlin nach Sydney zu fliegen. UND TROTZDEM WILL HIER KEINER RAUS! Ich kann die Situation nicht deutschlandweit einschätzen. Aber hier in meinem Kaff beschränkt sich jeder auf das, was hier ist. Es gibt Ausnahmen. Aber die bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Die Welt ist so zugeschossen mit schönen Dingen, die nur darauf warten, gesehen zu werden. Das können sowohl riesige Berge, Wasserfälle, oder Schluchten als auch hunderte Meter hoche Bauwerke oder beeindruckende Denkmäler sein. Aber es gibt diese Orte, die einem sagen: Es gibt da draußen noch mehr! Und wer glaubt, dass seine Heimatstadt etwas besonderes ist, der hat meist unrecht, unabhängig davon, wo er wohnt.

In einem Menschenleben kann man nicht alles erkennen. Und man muss sein Leben auch nicht der Reise hingeben. Aber einmal im Jahr ins Ausland schadet nicht, und ist auch nicht teuer. Eltern, zeigt euren Kindern die holländische Küste, fahrt mit ihnen in die Alpen.. Das ist doch kein Beinbruch. Für die Wohlhabenden gehts nach New York, und die etwas Ärmeren werden auch ein Wochenende in Frankreich bezahlen können!

Wir sollten genießen, dass wir in einer Zeit leben, in der das möglich ist. Euer Kirchturm ist nicht der höchste, nicht der schönste, und nicht der älteste der Welt. Dafür müsst ihr euren Hintern bewegen. Wenn auch nur kurz, wenn auch nicht oft. Hauptsache überhaupt.

Sie hörten einen Kommentar von Phil Harbour, einem begeisterten Weltreisenden.

Adam, glücklich wie eine Mikrobe

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Guten Sonntag.

Und lesen sie die Überschrift solange sie noch wahr ist. Morgen, meine Freunde, hat die Freude ein Ende. Die Pflicht ruft. UND WIR RUFEN ZURÜCK!!

Diese ganzen hochnäsigen Arbeitnehmerschweine! FDP-Wähler! Schnauze voll. Ich boykottiere. Und ich korrigiere mich. Die Arbeitnehmer können ja nichts dafür, dass morgen wieder sie-wissen-schon-was-für-ein-Tag ist und ich zur Arbeit muss. Es gibt nur einen, der dafür verantwortlich ist:

GOTT!!! Was fällt dir ein, das Wochenende auf 2/7 der Woche zu beschränken? Du hättest ruhig mal etwas länger ruhen können!! Damals.. Als noch niemand an Arbeit dachte.. Und Adam seine Eva glücklich wie eine Mikrobe jeden Tag aufs neue unterm Kirschbaum gevögelt hat. WEGEN DEM LEBEN WIR HEUTE NICHT IM PARADIES!!

Ich wäre auch gerne Adam gewesen. Und dieser Vollidiot versaut sich die Sache und frisst alles, was sündig macht. Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel an ihm nehmen. Nicht an dem, was er getan hat. Aber wir sollten Angst haben vor den Folgen, die sein Handeln hervorrief.

Ich bin kein streng gläubiger Mensch. Aber vielleicht würde in unserer Welt einiges besser laufen, wenn sich jeder an jede Regel hielt.

Vielleicht kommen wir dann ja ins Paradies.

Sie hörten einen sündhaft falschen Kommentar von Phil Harbour, einem (auf Adam) neidischen Sünder.

Volksverdummung

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Guten Tag.

Ich bin in diesen Tagen zutiefst erschüttert. Allem Anschein hat die junge Generation wieder einmal den Dämlichkeitsrekord gebrochen.

Jedes Jahr wächst die Weltbevölkerung um Millionen. Und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass hochbegabte Kinder zur Welt kommen. Einzelne Individuen, die die Welt mit ihrem Denken verändern werden. Im künstlerischen sowie im wissenschaftlichen Bereich. Ein sehr freundliches Gesicht der hohen Geburtenraten.

Mir ist der Grund noch nicht ganz klar, aber es scheint, als sei die Masse in der Bevölkerung jedoch derart dumm, es müsste eine neue Schulform eingeführt werden.. Aber dieses Thema ist mir persönlich zu heikel, ich will ncith darauf eingehen, sie werden verstehen.

Wenn ich mir die Jugendlichen auf der Straße so ansehe, und schon von weitem ihre verbale und körperliche Kommunikation wahrnehme, zweifle ich an der These, wir seien „homo sapiens sapiens“. Das sind Neandertaler, meine Freunde. Sozial wie Delphine, das mag sein. Aber intellektuell dermaßen zurückgeblieben, die wissen nicht, wer Kanzler, bzw, WAS ein Kanzler ist. Sie haben keine Ahnung wo Amerika, geschweige denn New York liegt, aber alle rennen mit diesen gefickten I ❤ NY – Tshirts rum. Wo sind wir denn. Sie beherrschen das kleine 1×1 nicht und ich bin mir nicht sicher, ob sie Lokomotive richtig schreiben würden. Ich könnte noch weitere (zahllose) Beispiele aufführen, die zeigen, dass entweder die Eltern oder die Bildung derart versagt hat, aber das führt zu nichts.

Was ich mich manchmal frage ist, wie ein so dummer Mensch sich so durchs Leben schlagen kann. Am plausibelsten erscheint mir folgende Antwort:

  1. Meist sind es Frauen. Ich bin nicht sexistisch, Frauen sind etwas wunderbares und keine schlechteren Menschen als wir. Auch wenn jemand dumm ist, ist er kein schlechterer Mensch. Bei Männern ist das genauso. Jedenfalls sehen die dümmsten Frauen meist am besten aus und sind am nettesten. Der (intelligente) Mann guckt sich meist genau diese aus, und bringt sie durchs Leben.
  2. Man hat als dummer Mensch andere Stärken wie Sport, Aussehen und Menschenkenntnis. Alle drei können Grundlage für einen (sehr) gut bezahlten Beruf werden!

Schlussendlich landet man irgendwo da, wo es heißt, Intelligenz ist eine der wichtigsten, aber nicht DIE wichtigste Eigenschaft eines Menschen. Man kann dessen Mangel gut mit dem Überfluss einer anderen kompensieren und manchmal sind die Beklopptesten die Liebenswürdigsten.

Sie hörten einen gewagten Kommentar, von Phil Harbour, einem homo sapiens sapiens sapiens, der nachdenkt.

Inspirationslosigkeit

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Hallo. Mir fällt keine originellere Begrüßung ein.

Ich schreibe diesen Artikel aus völliger Ahnungslosigkeit darüber, was die Masse auch nur im geringsten interessieren könnte. Ich könnte genauso gut über nervende Zimmerpflanzen, Alienangriffe, herzallerliebste Politiker oder meine Mutter schreiben, aber ich schreibe darüber, wie ich mich selbst inspiriere um den Text so interessant wie möglich zu machen. – Es klingt langweilig, aber es sollte beredet werden.
Was den Menschen vom Affen unterscheidet ist nicht zuletzt sein Erfindungsreichtum. Bitte verstehen sie micht nicht falsch, nicht jeder, der kein Erfinder ist, ist ein Affe.
Es gibt Ausnahmen.
Dennoch sollte man sich bemühen, Dinge zu kreiren, um die eigene Persönlichkeit zu stützen und sie zu prägen.

Der eine flennt gerne rum, in seinen Werken. Und da es immer einen Grund zum Flennen gibt, fehlt ihm auch nie die Inspiration.

Der andere regt sich gerne auf über irgendwelche Politiker und das Geschehen in der Welt. Und da es immer einen Gehirnathleten gibt, der das Land beim Bachruntergehen unterstützt, fehlt auch ihm nie die Inspiration.

Der dritte schwärmt von seinem wundervollen Leben, weil er ein Promi ist, eine tolle Freundin hat, sein Leben genießt oder schlicht und einfach damit zufrieden ist. Wenn man sucht, gibt es immer etwas Schönes, und ihm fehlt nie die Inspiration.

Ich könnte das jetzt weiterführen und auf acht weitere übertragen. Wichtig ist allerdings nur der vierte:

Der vierte will die Welt zum Lachen bringen, ein humorvoller Mensch, der, wenn er Ideen hat, seine Zuhörer begeistert. Aber wenn dieser   Mann keine Idee hat, dann kann man dagegen nichts tun. Er ist schlicht und einfach abhängig von Geistesblitzen. Man kann nicht nach Witzen suchen, man muss sie finden.

Ich persönlich versuche mich weitmöglichst gegen dieses Problem zu schützen und empfehle anderen, es genauso zu tun: Habt immer einen Block mit Stift oder ein mobiles Gerät dabei, auf dem ihr eure Einfälle festhalten könnt! Denn genau die sind meistens schneller weg als sie kamen.

Sie hörten einen Apell von Phil Harbour an alle lustigen Menschen, und solche, die es noch werden wollen. – Gewidmet @schlenzalot, einer bewundernswerten weil lustigen Persönlichkeit.

 

Wie der Papst die Welt rettet

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Guten Tag.

Um es gleich vorweg zu sagen, ich bin kein Atheist. Die Existenz Gottes oder allgemein eines höheren Wesens ist definitiv nicht abstreitbar. Ich glaube nicht an Gott, aber es ist durchaus möglich, dass es ihn gibt.

Menschen, die an Gott glauben, sind im Leben dazu fähig, Situationen zu meistern, die ein Ungläubiger nie hätte bewältigen können. Nicht etwa, weil Gott ihnen beisteht, sondern weil sie glauben, dass Gott ihnen beisteht. Dagegen ist  nichts einzuwenden. Man muss sich darüber hinaus fragen, ob die Menschheit ohne Religion, wie wir sie heute kennen, überhaupt existieren würde!

Aber bleiben wir bei Gott und gehen wir einen Schritt weiter zum Papst. Dieser Junge. Der Papst gibt vielen Menschen neue Hoffnung, Trost und Liebe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Papst irgendetwas böses im Schilde führen würde. Aber sehen wir mal von Europa ab und betrachten die Lage in Afrika: 2009 cruiste das Oberhaupt der katholischen Kirche da rum. Nach Kamerun, nach Angola. (genaueres hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/benediki-t-xvund-afrika-papst-kondome-verschlimmern-aids-problem-1.392197) Soll er ruhig machen. Die Menschen dort brauchen nämlich Hoffnung, Trost und Liebe. Aber die hat er nicht vermittelt.

Jahre vorher waren Nonnen nach Afrika gereist (streng gläubige Nonnen!) und haben die Bevölkerung aufgeklärt. Über AIDS. Und wie man es vermeiden kann, nämlich mit Kondomen. Sie haben Kondome verteilt, um die gesundheitliche Lage in diesen Schwellenländern zu verbessern. Um Menschenleben zu retten. Um Kindern eine Zukunft zu ermöglichen und Schmerzen zu verhindern.

Im Jahr 2009 reist der Papst nach Kamerun und erklärt schlicht und einfach, Kondome würden mehr schaden als dass sie nutzen.

Anstelle des Papstes hätte ich doch Gewissensbisse bei diesen Millionen Menschen, die seinetwegen ihre Zukunft oder ihr sogar Leben verloren haben! Schon bei einem Einzigen…!

Das Christentum wie es ist, Gott, Jesus. Dinge, die gläubigen Menschen Kraft, Inspiration und Motivation geben und ihnen hilft, das Leben zu meistern. Der Papst vermittelt das Christentum und macht Menschen glücklich. Und Kirche soll dazu da sein, Menschen zu helfen, sie zu schützen. Aber ein Kondom-Verbot öffentlich auszusprechen, obwohl mit diesem Verhütungsmittel Menscheneben gerettet werden können, halte ich für absolut verwerflich und kann nicht verstehen, wie der Papst seinerseit das Problem in den Griff bekommen möchte.

Sie hörten einen kritischen Kommentar von Phil Harbour, einem ungläubig auf den Papst starrenden Menschen.

Die Ruhe vor dem Sturm

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Mahlzeit.

Wir schreiben den 23. November 2011. In einem Monat und einem Tag ist Heiligabend. Zugegeben, schlechter hätte die Einleitung ins Thema Weihnachten wirklich nicht sein können. Nichtsdestotrotz (dieses Wort sieht lustig aus) sollte ich beim Thema bleiben.

Ich sehe den 24.12. jedes Jahr aufs neue als eine Art Ruhe vor dem Sturm. Am 23. erst beurlaubt um dem häuslichen Stress zu entgehen habe ich am Tag danach Zeit, mich zu sammeln und ein paar nette Stunden mit meiner Familie zu verbringen. Familie ist ein mehrdeutiger Begriff. Denn die Feiertage sind vermutlich die schlimmsten im ganzen Jahr. Meine Eltern, teilweise noch meine Großeltern, meine Kinder, ihre Tanten, meine Geschwister und jeder bringt noch seinen Partner und die Cousins mit. Der blanke Horror. Zwei wohlverdiente freie Tage im langen Arbeitsjahr gehen für die nervige, quasselnde, viel zu große Verwandtschaft drauf. Und ich weiß nicht womit ich das verdient habe. Es fängt schon damit an, dass meine Schwiegereltern (wie jedes Jahr) als erste eintreffen und sich meine Eltern eben genau darüber empören. Es entflammt ein heftiger Streit, so dass wir meine Schwester nicht hören, wenn sie klingelt. Bei jedem neuen Gast steigt der Geräschpegel und die Wahrscheinlichkeit, den nächsten zu überhören. Sind alle Gäste da, ist keinesfalls Schluss mit der Veranstaltung – sie geht erst los. Das Essen ist schon kalt, weil Opa Horst erst um 7 kommt. Man kann es ihm wirklich nicht übel nehmen, der gute ist bereits 83 Jahre alt.

Aber wie es dann eben so ist, das Essen schmeckt nicht. Die Hälfte bleibt liegen, und die Kinder wollen sowieso nur eins: Endlich ihre gottverdammten Geschenke auspacken. Ich kann die Ungelduld jedesmal wirklich sehr gut verstehen. Tagelang wird ihnen eingetrichtert: „Bald ist Weihnachten! Bald ist Weihnachten!“ Dann ist Weihnachten. Aber statt Geschenken gibt es vorerst anscheinend nur übergeduldige Großeltern. So macht das ja auch keinen Spaß.

Nach der Bescherung erzählt die Runde bis tief in den Abend hinein die Geschichten, die jeder schon kennt und bei denen ich nur noch vortäusche, zu lachen oder gegebenenfalls interessiert zu gucken. Die Kinder spielen dann sowieso mit ihren Geschenken. Auch vom Vorabend noch, familiäre Bescherung ist bei uns wie üblich auch schon an Heiligabend. Gegen halb 12 entfacht Oma Birgit die Diskussion über die Schlafplätze. Unvorhersehbare Folgen. Das kann schnell gehen. Vor drei Jahren hatten zwei der Paare jeweils ein Hotelzimmer und es fehlte kein Platz. Aber wenn keine eigentlich notwenigen Vorkehrungen getroffen sind, muss der Jens auch schon mal zwischen Oma und Opa im Doppelbett schlafen. Dann heulen die Kinder, und eigentlich wollten alle, dass der Tag wenigstens einigermaßen harmonisch zuende geht.

Am nächsten Morgen macht sich Gott sei Dank die jüngere Generation schon aus dem Staub, wenn die ältere noch schläft. So wird unnötiges Geschiss vermieden. Alle Zurückgebliebenen erwarten um Punkt 12 ein anständiges Mittagessen und verschwinden dann meist auch sehr schnell. Gegen 16 ist der Sturm dann vorbei und wir blicken in Richtung Silvester, und schwören uns: „NIE WIEDER!“

Dummerweise hat sich die Geschichte in den letzten Jahren genau so abgespielt, und für dieses Jahr ist auch schon alles klar. Und ich frage mich jedes Jahr: „Womit habe ich das verdient? Und warum zum Teufel in MEINEM HAUS?!“

Zum Glück bleibt mir noch ein Monat und ein Tag.

Sie hörten eine Geschichte von Phil Harbour, einem verzweifelten Familienoberhaupt in Panik.

Hallo Welt.

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Hallo WordPress. Hallo Leute.

Ich versuche jetzt hier einfach mal seriös zu bleiben und euch etwas vom Leben zu erzählen. Undzwar sind es immer die kleinen Dinge im Leben, die eben dieses lebenswert machen. Ich vergnüge mich an den primitivsten Sachen. Lache über Witze, die unschön ausgedrückt keine Sau interessieren. Kaufe mir Dinge, deren Nutzen klein genug ist, um die gleiche Arbeit für weniger Geld einen Menschen erledigen zu lassen. Sage Dinge, die die Masse polarisieren. Oder zumindest meine Follower.

Aber um sich diesen ganzen Spaß leisten zu können, meine Freunde, ist eins nötig. Nämlich die großen Sachen im Leben. Kinder, geht in die Schule, macht eure Hausaufgaben. Eltern, macht Karriere solange es noch geht. Singles, traut euch was, und Rösler: HALT’S MAUL!

Und obwohl aus seiner Klassensprecherfresse den lieben langen Tag nur Scheiße quillt, hat’s der Hosenmatz zu was gebracht. Er hat zwar keine Ahnung von Finanzpolitik, geschweige denn vom Regieren allgemein. Aber dumm ist er nicht. Denn nur ein intelligenter Mensch kann es schaffen, trotz seiner völligen Inkompetenz eine so hohe Position einzunehmen. Die Fähigkeit, andere davon zu überzeugen, Recht zu haben, obwohl man es nicht hat, ist absolut notwendig um auch nur irgendwas in dieser Gesellschaft zu erreichen. Aus zwei Gründen:

  1. Ohne Beschiss geht nichts in dieser Welt. Jeder bescheißt, und so hat man einen Nachteil, wenn man stehts seinem gefickten Gewissen hinterher läuft.
  2. … Shit. Ich hab euch beschissen und ihr habt’s gemerkt. Es gibt nur einen Grund.

Schlussendlich lässt sich sagen, im Leben machen die kleinen Sachen Spaß, man muss sie sich durch die großen verdienen und die erreicht man nur wenn man bereit ist zu bescheissen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass sie sich das ganze nocheinmal durch den Kopf gehen lassen sollten.

Sie hörten einen unerwünschten Kommentar von Phil Harbour, einem Mikrokriminellen aus Wirsinghausen.