Archiv des Autors: Phil Harbour

Über Phil Harbour

Ich schreibe hier, was auf Twitter keinen Platz findet. Bei Beschwerden über schlimme Wörter wenden sie sich bitte ans Pingeligkeitsamt ihrer Stadt.

Zur Benutzung von Smileys

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Guten Tag.

Ich bin froh darüber, dass auf Twitter ein  Smileyboykott meine Timeline von den Viechern verschont, so viel vorneweg. Da haben die aber auch wirklich nichts verloren, denn es handelt sich bei meiner Timeline um eine Sammlung von anspruchsvollem Humor, den wichtigsten Neuigkeiten aus aller Welt und den formalen Tweet-Wracks von Boris Becker. Da gehören Zeichenkunstwerke dieser Art einfach nicht rein. (Es hagelt übrigens sofort Unfollows, wenn ich die Dinger demnächst in einem eurer Tweets finde..)

Aber: Ich toleriere Emoticons in Netzwerken wie Facebook, Skype, icq, und Kurznachrichtendiensten wie Whatsapp, Ping und für alle, die noch wissen, was es ist: Die SMS.
Jedoch sollten damit auch dort einige Regeln befolgt werden. Ich nenne mein Regelwerk: Den goldenen Harbour-Kodex der Emoticonverwendung. Fangen wir an.

  1.  Passen Sie zunächst gut auf ihre linke Hand auf, und tippen auf keinen Fall einmal zu viel oder zu wenig auf die SHIFT- oder CAPS-Taste. Das kann zu enormen Missbildungen bei Smileys führen. Hier einige Beispiele:      :d        :4         .D      -:-
    Und so etwas will doch niemand von uns.
  2. Die maßlose Übertreibung bezüglich der Quantität eines einzelnen Emoticon führt meist nicht zum eigentlichen Ziel: Der Empfänger weiß jetzt zwar sehr genau, wie man sich gerade fühlt (solange er einem glaubt), kann dafür aber vor lauter Zeichen keine Nachricht mehr erkennen. … Bitte schrauben sie ihren Tastaturgebrauch in dieser Hinsicht ein wenig herunter.
  3. Abkürzungen über den Grad der aktuellen eigenen Vergnügung wie ROFL, LOL, LMAO, LMFAO und LOFL sollten generell vom Staat unter Strafe verboten werden. Das ist kein Eingriff in Netzfreiheit, das ist ein Schutz des Rechtes auf Ästhetik. Und das hat jeder Mensch.
  4. Auch, wenn es sich auch hier nicht um Smileys handelt: Abkürzungen wir LD, ILD, HDL oder HDGDL oder HDGGGGGGGGGDL gehören in die Tonne. Wenn man sich wirklich so sehr vergöttert, sollte man wenigstens die Zeit haben, die Scheiße auszuschreiben.

Nun die Liste der verbotenen Emoticons:

  • :p – weil man einfach nur zu faul war, die Umschalttaste zu drücken.
  • C: – weil kein Mensch so ein fettes Grinsen bzw. so eine fette Nase hat. (gilt auch für c: )
  • XD – weil man nicht mehr Aufmerksamkeit erregt, indem man ALLES IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBT.
  • 8) – weil kein Mensch eine Brille zwischen den Mundwinkeln sitzen hat
  • jeder Smiley, bei dem versucht wird, mit ( und ) Gesichtskonturen darzustellen. (z.B. (0.0) oder (O.O) oder (X_X)

einige Hinweise zur Verwendung einiger Smileys:

  • [:D] , [:P] , [:O] , [:X] , [:)] , [D:] , [:(]  –  Die Standardreihe. Kann mit oder ohne Bindestrich als Nase benutzt werden. Bitte vermeiden Sie Versuche der Verdeutlichung durch duplizieren der Mundpartie wie :OOOOOOO oder :DDDDD. Tippen sie :D:D:D aber auf keinen Fall noch mehr solcher Smileys. Hiermit setze ich die Grenze auf 3 Stück hintereinander (es sei denn, man versucht sich an hoher Kunst und will Akzente setzen. In alltäglichem Gebrauch jedoch ist so etwas einfach nur nervig.)
  • [=)] , [=D] , [=]( usw. – Bitte nicht. Smileys mit vertikalen (bzw. horizontalen bzw. vertikalen) Schlitzaugen sind wie Windows Vista. Eine Erfindung, von der niemand weiß, warum sie existiert. Lassen wir das. Über Nasen braucht man hier nicht zu sprechen.
  • [xD] – der lustigste aller Smileys. Bitte keine Nase setzen!! Eher unter Freunden als unter Pärchen benutzter Emoticon, der nur gesetzt werden sollte, wenn man sich vor seinem Telefon auch wirklich einen abgeiert. Ansonsten sollte auf [:D] oder [:)] zurückgegriffen werden. Eine weitere Alternative wird durch
  • ^^ bereitgestellt. Dieser Smiley findet seinen Ursprung im japanischen Anime und Manga. Bitte, wo leben wir denn? Ich sehe nicht so aus, wenn ich etwas lustig finde, Sie vielleicht? Dann benutzen Sie ihn ruhig.
  • :[ , ;[ , 8], :] – ECKIGE MÜNDER?! Also bitte. Auch mit Nase wird das nicht schöner.
  • :* – Nase möglich. Duplizieren des Sternchens möglich und erwünscht, allerdings nur solange kein Zeilenumbruch nötig ist. Oft in Verbindung mit einem [<3] gebraucht, aber ich schweife ab.
  • [:‘)] , [:’D] , [:'(] – Manchmal sind Tränen einfach notwendig. Aber mehr als eine wirkt lächerlich und kann vermieden werden. Bringen Sie Abwechslung in ihre Konversation und machen Sie ab und zu ein Apostroph. Aber nix mit Nimm2.
  • [:o)] , [:oD] – Nasendarstellung bitte nur dann per kleines ‚o‘, solange es sich wirklich um einen Clown handelt. Lassen wir das.

Ich werde diesen Kodex eventuell in einiger Zeit aktualisieren, falls sich kritische Kommentare oder Vorschläge gehäuft haben. Bitte malen Sie nicht den Teufel an die Wand, wo keine ist. Ich bin erfahren in Sachen Sprichwortgebrauch…

Sie lasen Phil Harbour’s Regeln und werden sie befolgen sonst kommt der Teufel aus der Wand. Wo keine ist.

Amis trinken Eis

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Guten Morgen und good morning Germany!

Nach einer 3-wöchigen, anstrengenden, aber eindrucksvollen Reise in die USA habe ich mir zumindest einen kleinen Eindruck darüber verschaffen können, wie der durchschnittliche Ami an der Ostküste wirklich tickt.

Zuerst einmal für alle, die noch nie drüben waren: Amerika ist kein großes Ghetto, aber auch nicht das Paradies auf Erden. Ein gut zivilisiertes Land. So wie Deutschland. Aber eben nicht ganz genauso. Sie kennen vielleicht einige dieser Vorurteile gegenüber Amerikanern:

Amerikaner trinken alles mit Eis.
Falsch. Amerikaner trinken Eis mit allem. Soherum passt es wohl besser. Mindestens die Hälfte des Glases wird mit Eiswürfeln gefüllt, die    Flüssigkeit (von Wasser bis Milch) wird in die Zwischenräume geschüttet.

– Amerikaner sind fett.
Richtig. Es ist natürlich absolut unumstritten, dass jeder der rund 300 Millionen Amerikaner eine unausstehlich große Wampe hat. Muss man gar nicht drüber reden.
… … Mal im Ernst: Es gibt (fast) nicht mehr dicke Menschen als in Deutschland. Und jetzt hören wir auf, über diese Gruppe von Menschen zu reden, als seien sie auf Facebook. Entschuldigt. Ich wollte nicht rassistisch wirken.

– Amerikaner excusen themselfes für alles.
Es wäre einfach falsch, jetzt zu sagen, dass es nicht so ist. Wenn mir der 4-feet-große Japener im Wallmart die Sicht auf die unteren beiden Regalreihen versperrt, nehme ich ein leises „excuse me“ wahr. Auch wenn ich ihm in keiner Weise im Weg stehe, und er an mir vorbei muss – er entschuldigt sich für den Umstand. Was fehlt sind noch Cops, die aus fahrenden Streifenwagen brüllen: „EXCUSE MEE!! EXCUSE MEE!!“

– Amerikaner stellen sich den Deutschen in Lederhose, Sandalen mit Socken, einem Bier in der Hand und mit Volksmusik vor.
Jap.

– Amerikaner sind faul.
Nicht nur das. Amerikaner verzichten für ihre Bequemlichkeit quasi auf jegliche Art von Ästhetik. Was bei der Kleidung anfängt, hört bei der Sprache noch nicht auf.  Für alle 24 deutschen Formen des Wortes gibt es im Englischen nur dieses eine „the“. Was ich persönlich sogar für sehr praktisch halte. Und im Restaurant wird entweder ganz ohne, oder mit Plastikbesteck gegessen.

Egal, was ich in den letzten Zeilen geschrieben haben mag. Mir ist natürlich bewusst, dass sich nicht alles verallgemeinern lässt.

Und ich sehe die Staaten bewundernd an. Man setzt einen Fuß auf Pennsylvanischen Boden, und man fühlt sich frei. Beinahe uneingeschränkt. Es ist dieses Freiheitsgefühl, was die USA ausmacht. Man muss sich zudem vor nichts und niemandem verstecken, wenn man anders ist, oder sich anders verhält. Man darf sich zwar auf nichts verlassen, aber das muss man auch nicht. Selbst ist der Mann. Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit. (Um es hier nur einmal in Kurzform auszudrücken. Jeder Amerikaner könnte euch da Bände erzählen..) Das ist das, auf das jeder US-Bürger stolz ist.

Berechtigt.

Sie lasen eine Charakterisierung des durchschnittlichen Ostküstenbewohners. Von Phil Harbour.

Wie Kochsendungen mein Leben zerstören

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Guten Tag.
Anlässlich der aktuellen Anlasslosigkeit des Zeitgeschehens möchte ich ein Thema anreißen, das mir schon seit Längerem schlaflose Nächte bereitet. Nein, ich rede nicht von Markus Lanz oder DSDS – ich rede von Fernsehkochsendungen.

Ich kann mich keineswegs über deren Niveau beklagen, solange mal „Die Torten-Tuner“ auf Kabel 1 nicht zu Kochshows zählt. Neben angemessen akademischer Sprache, einem interessierten und seriösen Publikum macht auch der Koch meist nicht gerade den Eindruck, als sei er der größte Verlierer der Gesellschaft.

Meine Kritik widmet sich also weder dem Niveau, der Sendezeit, den Darstellern, und dem Format an sich schließlich auch nicht. Es  sind vielmehr diese grauenhaft verhunzten Gerichte, die den Testessern da vorgesetzt werden. Am Anfang der Sendung wird die heutige Mahlzeit bei Namen genannt: „Überbackene Schweinemedaillons“ (Ich freu mich schon) „mit gerösteten Auberginen und Kürbissuppe als Vorspeise“. FUCK.

Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nur einen Lichter.

Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nur einen Lichter.

 

Das klassische Familienbild mit der Frau am Herd und dem Mann auf der Arbeit kippt immer weiter und diese Entwicklung sollte sich nicht zuletzt auf die Gerichtauswahl in Kochsendungen auswirken. Will man einem Mann das Kochen beibringen, so weckt man sein Interesse daran am wenigsten mit exotischen Gemüse und perfekt biologisch und gesunder Kost. Ich will nicht sagen, dass kein Mann je ein rein vegetarisches Gericht kochen würde (ich rede gerade von allen Nichtvegetariern), aber für den Einstieg eignen sich hier vor allem die Gerichte, die er selbst gern verspeist und am Ende seiner Arbeit einen Fortschritt in Form von Belohnung sieht.

Außerdem werden immer mehr Männer mit dem gequält, was ihre Frauen am Vorabend in der Koch-Show aufgeschnappt haben. Wundert euch nicht, Frauen, wenn eure Alten immer öfter nach Feierabend in einer x-beliebigen Pommesbude verschwinden, um dem Fraß zu entfliehen.
Ich spreche mich klar für ein Sendeverbot vor 23 Uhr aus.

Sie lasen den kulinarisch schwer überforderten Hutträger Phil Harbour.

Zu viel Facebook in der Atmosphäre

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Guten Tag. Helau.

Grund zur Freude werde ich mir heute Abend antrinken müssen. Noch gibt es nämlich keinen. Aufmerksame und regelmäßige Leser werden wissen, was ich von Facebook halte. Vor drei Monaten begründet, was der Vorteil von Twitter gegenüber Facebook ist (https://philharbour.wordpress.com/2011/11/29/facebook-vs-twitter/). Ende Januar erklärt, warum Facebook endgültig das Abzockemaximum erreicht hat. (https://philharbour.wordpress.com/2012/01/27/facebook-und-was-wir-dagegen-tun-konnen/)

Heute aber schreibe ich nicht, um Sie darüber zu informieren, wie demonstrativ Facebook versucht, alle anderen Social Networks, und vor allem Twitter, auszumerzen. Wie dreist Facebook User hintergeht, sie und Sie belügt, ihre und Ihre Daten klaut, und demnächst an die Börse geht – für den reinen Kommerz. Ohne Rücksicht auf die Rechte der Benutzer. Mittlerweile hasse ich den Zuckerhügel mehr als den verhunzten Bieber.

Ich schreibe, um Sie davon zu überzeugen, dass es notwendig ist, dass man sich wehrt. Ich erwarte von ihnen keine Klage gegen Facebook oder einen anderen derart direkten Angriff. Im Idealfall boykottieren Sie Facebook. Wenn die den ersten der beiden oben verlinkten Artikel gelesen haben, wissen Sie, warum Sie zu Twitter wechseln sollten. Sie allein machen dort aber keinen Spaß. Laden Sie Freunde ein. Die müssen Sie auch überzeugen. Vielleicht reichen meine Artikel dafür. Vielleicht aber auch erst die anderen Tausende Artikel, die jeden Tag über das digitale Superadressbuch geschrieben werden. Oder erst die Benutzung eines anderen Netzwerks, vorzüglich natürlich Twitter.

Je weniger aktive Nutzer Facebook hat, desto weniger Geld fließt für Werbung in die Unternehmenskasse. Und eine andere Einnahmequelle gibt es nicht! …. ich vergleiche das Problem gerne mit dem Klimawandel. Keiner will, dass Facebook irgendwann ein Monopol hat, womöglich kostenpflichtig wird, mit Werbung zugemüllt und noch dreister wird. Genauso, wie keiner will, dass der CO2-Gehalt in der Luft noch weiter steigt, um den Meeresspiegelanstieg zu verhindern und den walking Dutchman zu retten. Trotzdem steigt keiner aus – weil er sich als einzelnen viel zu schwach einschätzt. So wie beim Klimawandel die Masse sic kollektiv auf die Schwäche des Einzelnen beruft, wenn es ums Energiesparen geht.

Gemeinsam sind wir aber stark! Exit Facebook, it’s just a crook! Für weniger Facebook in der Atmosphäre!

Sie lasen jemanden, der keine Lust hat, sich am Ende jedes Artikels eine autobiografische Feinheit auszudenken. Helau.

 

Facebook, und was wir dagegen tun können

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Guten Abend.

Kürzlich wurden auf Facebook wieder einmal die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert, und so bleiben jedem Nutzer ab jetzt nur noch einige Tage, ihr altes Profil umzustellen auf die neue „Chronik“. Die Chronik macht das Durchstöbern laut Facebook viel leichter. Sehr emotionale Werbung für das neue Konzept taucht an jeder Ecke auf, und viele Unmündige haben sich bereits jetzt für diese besondere Art von Timeline entschieden.

Ohne Zweifel ist Facebook, aus Sicht des Nutzers, gerade dafür da, Personen zu verbinden, Informationen zu vermitteln und die Kommunikation so einfach wie möglich zu gestalten. – Der Grund, warum die Chronik so einschlägt. Sie ist sozialer, solange es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Dagegen ist nichts einzuwenden. Da bestimmte Inhalte für bestimmte Personen unsichtbar gemacht werden können, eignete sich das Prinzip perfekt für eine Art soziales Intranet, bei dem die Nutzer zwar untereinander Daten teilen können, oder eben nicht, aber kein Dritter Einblick in die Informationen hat.

Das ist hier aber nicht der Fall. Facebook kennt uns. Jeden von uns. Selbst wenn Sie selbst nicht bei Fabebook sind, sind vielleicht schon Bilder von Ihnen dort. Das ist nicht das Problem. Solch eine Datenspeicherung erleichtert uns vieles, z.B. das Einkaufen im Internet oder das Aussuchen von Musik, die zum eigenen Geschmack passt.

Erste Kritik bringe ich aber da an, wo es darum geht, bereits hochgeladene Daten wieder zu löschen, bzw. löschen zu lassen. Facebook bietet dafür beinahe überhaupt keine Möglichkeit. Man kann nur hoffen, dass bald eine Welt- oder zumindest EU-weite Verordnung verbietet, Daten auch gegen den Willen des Einzelnen dauerhaft zu speichern. Aber selbst hier sind wir nicht am eigentlichen Problem angelangt, welches wie folgt lautet:

Facebook verkauft Datensätze an Dritte. Facebook weiß alles über uns und speichert alles. Und wäre schön dumm, wenn es dieses Wissen nicht ausnutzen würde. Neben der Werbung auf http://www.facebook.com direkt finanziert es sich größtenteils aus dem Weiterverkauf dieser teilweise sehr sensiblen und intimen Informationen. Und ich halte es doch für absolut fragwürdig, dass ein solch massiver Eingriff in die Privatsphäre überhaupt geduldet wird. Aber wenn du Politik nichts unternimmt, dann sollten wir das tun!

Ich erwarte von niemandem, dass er sein Facebookprofil löscht. (Mehr als deaktivieren klappt sowieso nicht, ein weiterer Kritikpunkt) Selbst mein eigenes existiert noch. Ich halte das Netzwerk für eine hervorragende Kommunikationsmöglichkeit. Aber ich habe einige Vorkehrungen eingeleitet, die entweder meine Privatsphäre schützen oder meine Ablehnung gegenüber dieses Geschehens.

  1. Keine Seite sollte Ihnen mehr gefallen! Die Unternehmen errechnen sich ihre Interessen aus bereits ‚gelikten‘ Seiten, und Sie werden für Facebook unbrauchbar, wenn sie jede einzelne Seite ‚disliken‘. Wenn Sie Updates von Künstlern, Unternehmen etc. weiterhin erhalten möchten, lesen Sie Zeitung oder kommen Sie auf Twitter!
  2. Löschen Sie so viele Bilder wie möglich aus ihrem Profil und stellen Sie keinesfalls neue auf ihr Profil! Wenn überhaupt, dann ohne Verbindung zu Ihrer Person, d.h. ohne Markierung. Der Gesichtserkennungsdienst von Facebook hat bei Ihnen evtl. noch nicht funktioniert – in diesem Fall haben Sie Glück gehabt.
  3. Schreiben Sie in das „Über mich“-Feld auf Ihrem Profil eine mehr oder weniger appellative Botschaft an andere User, ebenfalls so vorzugehen. Stellen Sie sich gegen Facebook!

Sie hörten einen Aufruf von Phil Harbour, dem vielleicht größten Twitterfetischisten, der frei herumläuft.

Warum Rockmusik die einzig wahre ist

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Guten Tag. Ein frohes neues Jahr und frohe Weihnachten nachträglich.

… Bands wurden gegründet. In Garagen, in Scheunen und auf der Straße wurde geprobt bis die Finger bluteten. Es gab keine digitale Überarbeitung der Tonaufnahmen. Songs wurden selbst geschrieben – eigene Texte, eigene Melodien. Man ist aufgetreten. Erst im Freundeskreis, später auf dem Marktplatz und nur die allerbesten haben es auf die ganz großen Bühnen geschafft. Aber es ging nicht um Geld. Es ging um die Musik. Es ging um DIE Musik.

Die Rolling Stones mit „I can’t get no Satisfaction“ waren im übertragenen Sinne wahrscheinlich die Mutter des Rock. Sie schufen einen Musikstil, der noch grundlegende Züge aus Blues und Jazz in sich trug, aber die Massen begeisterte. Es bildeten sich viele Subgenres. Außer klassischem Rock’n’Roll gab es schon bald erste Metal-Bands mit den kreativsten Riffs und Rhytmen. Unter Pop-Rock wurde viel später eine Richtung bekannt, die ihren Ursprung vermutlich in den Abbey Road Studios der Beatles hat. Die ganz abgedrehten pflegen als Punker einen alternativen Lebensstil und bringen simple, laute und aggressive Töne von der Bühne.

Was mit Bands wie den Beatles, den Rolling Stones, Deep Purple, Black Sabbath angefangen hat, ist heute schließlich über Funk, Techno, Pop und Hip Hop ausgeartet. Die populäre Musik hat ihren Charakter verloren. Immer mehr Einzel“künstler“ treten mit einer Gruppe Berufsmusiker auf, trällern ein Lied, kassieren Millionen und sind nach 2 Jahren in keiner Munde mehr. Sogar für Leute, die zwar nicht singen können, aber gut aussehen, bietet die Branche dank ausgefeilter Computerprogramme einen Platz. Undzwar einen weit größeren als der für die tradtionellen Rockbands. Die moderne Musik beschränkt sich auf generalüberholte Stimmen, elektronische Beats, One-Hit-Wonder und profitgeile Produzenten.

Ich weiß, Zeiten ändern sich. Und mit ihnen die Musikrichtung. Aber ich halte es für falsch, dass richtige Musik, ich rede von Blues bis Punkrock, derart in den Hintergrund gerät. Und es geht immer weiter und wird immer schlimmer. Nur noch wenige Nachwuchsmusiker und -talente verschlägt es in diese Richtung. Sie werden regelrecht vom Mainstream mitgerissen.

Ich boykottiere mittlerweile das Radio. Zumindest Jugendsender wie 1live. DSDS tue ich mir nicht nur deswegen nicht an, weil es eine derart kackdreist gestellte, überzogene und nur für den Profit ausgelegte Sendung ist, sondern auch weil sich die Musikauswahl in sehr engem Maß an den aktuellen Hauptstömen orientiert. Ich spiele selbst Gitarre. In einer Band. Im Keller. Wie sich das gehört. Ich spiele Meisterwerke nach, dessen Genialität unnachahmbar ist, und schreibe selbst kleine Songs – als Tribut an die ganz großen.

Und was können mir Justin Bieber, Bruno Mars, Rihanna oder Amy Winehouse schon bieten? Ihre Stimme wurde entdeckt. Dann aber nicht verbessert und trainiert, sondern am PC gepusht. So, dass sie sich gut anhört. Harmonisch. Ansprechend und mitreißend. Aber zu simpel.

Ich bringe mir das Gitarrespielen bei, singe für mein Leben gern – und kann diese Erfahrung mit der Musik leider nur mit Gleichgesinnten teilen. Wenn ich ebenfalls von Rockmusik überzeugt seid,  vielleicht sogar selbst auf der Bühne steht, dann werdet ihr wissen was ich meine. Und dann: Kämpft für unsere Art und dessen Überleben! Überzeugt mehr Leute, die Musik darf nicht aussterben!

Falls nicht: Ich will euch nichts böses. Unter euch sind sicher Leute, die irgendwo tief im ihrem Herzen an Elektrobeats hängen. Aber gebt euch einen Ruck (oder einen Rock) und schnuppert mal rein. Bitte.

Sie hörten Phil Harbour schreibend sprechen, leider nicht singen und spielen. Bitte weiterleiten.

Weihnachtsansprache

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Fröhliche Weihnachten!

Ich glaube nicht, dass an diesem Tag voller Liebe, Gemütlichkeit, Nostalgie und Freude viele Menschen lesen werden, was ich hier veröffentliche. Daran besteht quasi kein Zweifel. Aber es ist nun mal meistens kein Tag voller .. dingens. Es ist ein Tag voller Stress, der im Rest des Jahres Schwierigkeiten hat, seinesgleichen zu finden.

Ohne Schnee fehlt dem Tag die Harmonie, die Stille und die schöne Landschaft. Schnee gehört zu Weihnachten. Schnee ist Auslöser für Massenkaramboulagen, die gerade an Weihnachten viel häufiger auftreten als sonst. Wahrscheinlich liegt das an meiner Verwandschaft; wenn die alle gleichzeitig hier hinfahren, ist quasi keine Straße mehr wirklich sicher. Aber gut, wir haben ja keinen Schnee.

Der Baum macht abgesehen vom Harzen, Brennen, Duften, Umfallen und Austrocknen eigentlich keine Probleme. Aber das reicht ja auch an Problemen. Es ist genug. Es ist sogar zu viel. Und ich scheiße  dieses Jahr auf den Baum. Nicht zuletzt, weil mein lieber Bruder letztes Jahr beinahe gestorben wäre – er hat eine Tannenallergie. Und die Katze hat keine Haare mehr am Schwanz, weil meine Frau auf die echten Kerzen bestand. Sind saugefährlich, die Dinger.

Um uns allen die Fahrerei zu ersparen, bleiben wir dieses Jahr zu Hause. Je weniger wir fahren, desto weniger Zeitmangel haben wir, desto mehr Zeit steht uns zur Verfügung. Zeit, um alles zu organisieren, was organisiert werden muss. Von Adventskerzen über Christstollen bis hin zu Zimtsternen. Und je mehr Zeit, desto weniger Stress. Also weniger Stress ohne Fahren.

Die teure Angelegenheit sind die Geschenke. Meine Kinder sind zwar offensichtlich enttäuscht darüber, dass es heute keine gibt. Aber übers Jahr verteilt kosten sie das Leben ohnehin in vollen Zügen aus. Meine Frau ist gänzlich anspruchslos (sonst wäre sie nicht meine Frau), und ich selbst wünsche mir auch nichts.

Normalerweise besuchen wir die Kirche an Heiligabend. Diesmal nicht. Diesmal besucht sie uns. Mit Entertain. Denn es ist Zeit, dass sich auch langsam mal was nach uns richtet. Cool, wie Werbeslogans hängenbleiben.

Weihnachtskarten verschickt meine Frau, die gehören nicht in meinen Aufgabenbereich. Aber die sind sowieso schon verschickt.

Und ganz ehrlich: heute ist zwar der 24. Dezember. Aber ohne Geschenke, ohne Christbaum, ohne Besuch zu sein und Besuch zu haben, ohne Kirche, ohne Schnee, ohne Weihnachtkarten.. Ich bin mir nicht sicher, was wir heute machen. Ich denke, wir werden bei den Nachbarn feiern.

Sie hörten die Tagesplanung von Phil Harbour, einem, der die Schnauze noch lange nicht vol hat. – Und das ist sein Problem.

Humor auf Kosten Anderer

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Guten Tag.
Flachwitze erfreuen sich immer größerer Unbeliebtheit. Fest auf den Satzbau und die Wortwahl vorgefertigt fixierte Witze wirken zu versteift, und sind quasi nur durch Aufforderung oder Ankündigung vernünftig realisierbar.
Viel erfolgreicher dagegen sind kurzfristige, manchmal im Millisekundenbereich ausgedachte bzw. eingefallene Witze. Meist als Reaktion auf vorrangegangene Aussagen wird diese oder dessen Sprecher durch den Kakao gezogen. Das ist so ziemlich das Lustigste, was passieren kann. Für den Betroffen ist die Situation in den meisten Fällen keineswegs unangenehm. Man lacht mit den Anderen über den gefallenen Witz, unabhängig davon, wer (rein inhaltlich) darunter leidet. Im Idealfall kontert derjenige mit einer ebenfalls lustigen Reaktion und bringt die Gruppe ein zweites Mal zum Lachen. So und nicht anders funktioniert Humor im Bekanntenkreis.
Um als humorvoller und lustiger Mensch zu sein, bedarf es also ein gewisses Maß an Spontanität, Selbstbewusstsein und der Fähigkeit, ab und zu Abwertendes über sich ergehen zu lassen.
Natürlich findet Humor nicht zwangsläufig auf Kosten anderer statt. Ein großer Anteil der Sprüche fällt jeweils auf das aktuelle Politgeschehen, niveaulose Fernsehsender oder einfach unreife Äußerungen. Eins jedoch haben alle guten Witze gemeinsam – sie wirken spontan und werden mit natürlicher Gelassenheit vorgetragen.
Sie

Die Unnot der Lavalampe

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Guten Tag.

Wofür Klobrillen, Bilderrahmen und Silberbesteck zu gebrauchen sind, wissen wir alle.

  • Klobrillen, zum nicht benutzen
  • Bilderrahmen, zum Verstecken von unangenehmen Bildinhalten
  • Silberbesteck, um es zu erben.

Es gibt sogar Gerüchte, dass es einige Menschen auf unserer Erde gibt, die zu wissen vermögen, womit es sich beim Sinn und Zweck von Lavalampen auf sich hat. Aber es sind eben nur Gerüchte. Man sollte sich nicht länger damit aufhalten.

Ich habe also nachgeforscht. Erst einmal ein bisschen Allgemeinbildung in Sachen Lavalampen.warum ist da?

Bei einer Lavalampe wird die Verlustwärme einer Glühbirne zum Verflüssigen des im Wasser unlöslichen Wachs genutzt. Es steigt in blasenform auf, kühlt ab und fällt wieder langsam herab. Bitte entschuldigen sie die offensichtliche Nähe meiner Wortwahl zu der des Wikipediaartikels. Scheiß aufs technische:

1970 kamen die Dinger erstmals auf, und ich glaube, schon damals erfreuten sie sich großer Unsinnigkeit. Sehen aus wie von der Enterprise geklaut. Wenn sie seit mindestens 2 Stunden laufen. Wenn das Wachs fest ist, sieht der Scheiß eher aus wieder Wachsfall (man beachte den Neologismus, nahe dem Wasserfall) an einer Kerze. Wenn man also keine 37.000.000 kW/h jeden Tag für seine futuristische Beleuchtung rauswerfen möchte, dann sollte man sich so ein Teil nicht zulegen. Schönheit und Kosten können also nicht der Punkt sein.

Vielleicht liegt der Kaufgrund bei manchen Leuten im Paranormalen. Mit jeder Wachsblase wird ein böser Geist vertrieben. Mit jeder zehnten Kilowattstunde wird ein guter Geist geschaffen. Denkbar. Oder er liegt wie so vieles in der mangelnden Intelligenz der Masse. Einer der Gründe, die für die meisten Phänomene infrage kommen. Aber da selbst ich eine solche Lampe besitze, schließen wir Spiritualität und mangelnde Intelligenz aus, versteht sich.

Am plausibelsten erscheint mir als Grund: Die Frau. Und wer einer Meinung ist hebt die Hand. Ich halte es nicht für meine Pflicht, das zu begründen. Und an alle Frauen: Wenn ihr nicht genauso wärt, wir ihr seid, wärt ihr keine Frauen. Und das wär scheiße. Wir haben euch lieb.

Sie hörten einen unerwünschten Kommentar zu einem trivialen Thema vom unnötigsten Blogger der Erde.

P.S.: Frauen? Schenkt euren Männern bitte nicht so ein Ding zu Weihnachten!

Grundsatzanspache

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Hallo und willkommen auf meinem Blog. Hallo Stammleser, hallo Neulinge.

Zuerst einmal möchte ich mich für das Ausbleiben des gestrigen Artikels entschuldigen, manchmal muss man sogar seinen Pflichten mehr nachgehen, als dem, was man am Liebsten tut. Klingt komisch, ist aber so.

Nun ist meine Tätigkeit als Blogger auf wordpress.com und meine Tätigkeit auf Twitter als Microblogger genau das, was ich am Liebsten tue. Danke an zwei beide kostenlosen Dienste, ohne die es mein Online-Dasein so wie es ist nicht gäbe.

Ein sehr großes Dankeschön gilt natürlich auch meinen Followern und Blog-Lesern, ich hoffe ich unterhalte euch alle regelmäßig gut und ihr findet die Themen im Blog ansprechend. Ohne euch wäre ich nicht das, was ich bin.

Nachdem ich jetzt einige Zeit hier über mein Blog vertreten bin, halte ich es für angebracht, zum ersten Mal um Feedback zu bitten. Ihr könnt an der Umfrage über das Besuchen meines Blogs teilnehmen, ich rufe euch sogar herzlichst dazu auf! Und ich bitte euch, alle bereits veröffentlichten Artikel (11 Stück) nocheinmal durchzugehen und zu bewerten (1-5 Sterne sind unter dem Namen des Artikels jeweils auswählbar). Bitte seid kritisch und ehrlich, aber das wichtigste ist, dass ihr überhaupt bewertet und auf die Umfrage antwortet!

Wer mir zusätzliches mitteilen möchte, schreibt mir entweder eine Mention oder eine Direktnachricht auf Twitter an @Phil_Harbour, oder eine E-Mail an phil_harbour@web.de !

Ich bedanke mich schon im Vorraus extremst herzlich bei allen Kritikern!

Sie hörten einen Apell von Phil Harbour, einem Vielleicht-Weltklasse-Blogger.