Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Zur Benutzung von Smileys

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Guten Tag.

Ich bin froh darüber, dass auf Twitter ein  Smileyboykott meine Timeline von den Viechern verschont, so viel vorneweg. Da haben die aber auch wirklich nichts verloren, denn es handelt sich bei meiner Timeline um eine Sammlung von anspruchsvollem Humor, den wichtigsten Neuigkeiten aus aller Welt und den formalen Tweet-Wracks von Boris Becker. Da gehören Zeichenkunstwerke dieser Art einfach nicht rein. (Es hagelt übrigens sofort Unfollows, wenn ich die Dinger demnächst in einem eurer Tweets finde..)

Aber: Ich toleriere Emoticons in Netzwerken wie Facebook, Skype, icq, und Kurznachrichtendiensten wie Whatsapp, Ping und für alle, die noch wissen, was es ist: Die SMS.
Jedoch sollten damit auch dort einige Regeln befolgt werden. Ich nenne mein Regelwerk: Den goldenen Harbour-Kodex der Emoticonverwendung. Fangen wir an.

  1.  Passen Sie zunächst gut auf ihre linke Hand auf, und tippen auf keinen Fall einmal zu viel oder zu wenig auf die SHIFT- oder CAPS-Taste. Das kann zu enormen Missbildungen bei Smileys führen. Hier einige Beispiele:      :d        :4         .D      -:-
    Und so etwas will doch niemand von uns.
  2. Die maßlose Übertreibung bezüglich der Quantität eines einzelnen Emoticon führt meist nicht zum eigentlichen Ziel: Der Empfänger weiß jetzt zwar sehr genau, wie man sich gerade fühlt (solange er einem glaubt), kann dafür aber vor lauter Zeichen keine Nachricht mehr erkennen. … Bitte schrauben sie ihren Tastaturgebrauch in dieser Hinsicht ein wenig herunter.
  3. Abkürzungen über den Grad der aktuellen eigenen Vergnügung wie ROFL, LOL, LMAO, LMFAO und LOFL sollten generell vom Staat unter Strafe verboten werden. Das ist kein Eingriff in Netzfreiheit, das ist ein Schutz des Rechtes auf Ästhetik. Und das hat jeder Mensch.
  4. Auch, wenn es sich auch hier nicht um Smileys handelt: Abkürzungen wir LD, ILD, HDL oder HDGDL oder HDGGGGGGGGGDL gehören in die Tonne. Wenn man sich wirklich so sehr vergöttert, sollte man wenigstens die Zeit haben, die Scheiße auszuschreiben.

Nun die Liste der verbotenen Emoticons:

  • :p – weil man einfach nur zu faul war, die Umschalttaste zu drücken.
  • C: – weil kein Mensch so ein fettes Grinsen bzw. so eine fette Nase hat. (gilt auch für c: )
  • XD – weil man nicht mehr Aufmerksamkeit erregt, indem man ALLES IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBT.
  • 8) – weil kein Mensch eine Brille zwischen den Mundwinkeln sitzen hat
  • jeder Smiley, bei dem versucht wird, mit ( und ) Gesichtskonturen darzustellen. (z.B. (0.0) oder (O.O) oder (X_X)

einige Hinweise zur Verwendung einiger Smileys:

  • [:D] , [:P] , [:O] , [:X] , [:)] , [D:] , [:(]  –  Die Standardreihe. Kann mit oder ohne Bindestrich als Nase benutzt werden. Bitte vermeiden Sie Versuche der Verdeutlichung durch duplizieren der Mundpartie wie :OOOOOOO oder :DDDDD. Tippen sie :D:D:D aber auf keinen Fall noch mehr solcher Smileys. Hiermit setze ich die Grenze auf 3 Stück hintereinander (es sei denn, man versucht sich an hoher Kunst und will Akzente setzen. In alltäglichem Gebrauch jedoch ist so etwas einfach nur nervig.)
  • [=)] , [=D] , [=]( usw. – Bitte nicht. Smileys mit vertikalen (bzw. horizontalen bzw. vertikalen) Schlitzaugen sind wie Windows Vista. Eine Erfindung, von der niemand weiß, warum sie existiert. Lassen wir das. Über Nasen braucht man hier nicht zu sprechen.
  • [xD] – der lustigste aller Smileys. Bitte keine Nase setzen!! Eher unter Freunden als unter Pärchen benutzter Emoticon, der nur gesetzt werden sollte, wenn man sich vor seinem Telefon auch wirklich einen abgeiert. Ansonsten sollte auf [:D] oder [:)] zurückgegriffen werden. Eine weitere Alternative wird durch
  • ^^ bereitgestellt. Dieser Smiley findet seinen Ursprung im japanischen Anime und Manga. Bitte, wo leben wir denn? Ich sehe nicht so aus, wenn ich etwas lustig finde, Sie vielleicht? Dann benutzen Sie ihn ruhig.
  • :[ , ;[ , 8], :] – ECKIGE MÜNDER?! Also bitte. Auch mit Nase wird das nicht schöner.
  • :* – Nase möglich. Duplizieren des Sternchens möglich und erwünscht, allerdings nur solange kein Zeilenumbruch nötig ist. Oft in Verbindung mit einem [<3] gebraucht, aber ich schweife ab.
  • [:‘)] , [:’D] , [:'(] – Manchmal sind Tränen einfach notwendig. Aber mehr als eine wirkt lächerlich und kann vermieden werden. Bringen Sie Abwechslung in ihre Konversation und machen Sie ab und zu ein Apostroph. Aber nix mit Nimm2.
  • [:o)] , [:oD] – Nasendarstellung bitte nur dann per kleines ‚o‘, solange es sich wirklich um einen Clown handelt. Lassen wir das.

Ich werde diesen Kodex eventuell in einiger Zeit aktualisieren, falls sich kritische Kommentare oder Vorschläge gehäuft haben. Bitte malen Sie nicht den Teufel an die Wand, wo keine ist. Ich bin erfahren in Sachen Sprichwortgebrauch…

Sie lasen Phil Harbour’s Regeln und werden sie befolgen sonst kommt der Teufel aus der Wand. Wo keine ist.

Amis trinken Eis

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Guten Morgen und good morning Germany!

Nach einer 3-wöchigen, anstrengenden, aber eindrucksvollen Reise in die USA habe ich mir zumindest einen kleinen Eindruck darüber verschaffen können, wie der durchschnittliche Ami an der Ostküste wirklich tickt.

Zuerst einmal für alle, die noch nie drüben waren: Amerika ist kein großes Ghetto, aber auch nicht das Paradies auf Erden. Ein gut zivilisiertes Land. So wie Deutschland. Aber eben nicht ganz genauso. Sie kennen vielleicht einige dieser Vorurteile gegenüber Amerikanern:

Amerikaner trinken alles mit Eis.
Falsch. Amerikaner trinken Eis mit allem. Soherum passt es wohl besser. Mindestens die Hälfte des Glases wird mit Eiswürfeln gefüllt, die    Flüssigkeit (von Wasser bis Milch) wird in die Zwischenräume geschüttet.

– Amerikaner sind fett.
Richtig. Es ist natürlich absolut unumstritten, dass jeder der rund 300 Millionen Amerikaner eine unausstehlich große Wampe hat. Muss man gar nicht drüber reden.
… … Mal im Ernst: Es gibt (fast) nicht mehr dicke Menschen als in Deutschland. Und jetzt hören wir auf, über diese Gruppe von Menschen zu reden, als seien sie auf Facebook. Entschuldigt. Ich wollte nicht rassistisch wirken.

– Amerikaner excusen themselfes für alles.
Es wäre einfach falsch, jetzt zu sagen, dass es nicht so ist. Wenn mir der 4-feet-große Japener im Wallmart die Sicht auf die unteren beiden Regalreihen versperrt, nehme ich ein leises „excuse me“ wahr. Auch wenn ich ihm in keiner Weise im Weg stehe, und er an mir vorbei muss – er entschuldigt sich für den Umstand. Was fehlt sind noch Cops, die aus fahrenden Streifenwagen brüllen: „EXCUSE MEE!! EXCUSE MEE!!“

– Amerikaner stellen sich den Deutschen in Lederhose, Sandalen mit Socken, einem Bier in der Hand und mit Volksmusik vor.
Jap.

– Amerikaner sind faul.
Nicht nur das. Amerikaner verzichten für ihre Bequemlichkeit quasi auf jegliche Art von Ästhetik. Was bei der Kleidung anfängt, hört bei der Sprache noch nicht auf.  Für alle 24 deutschen Formen des Wortes gibt es im Englischen nur dieses eine „the“. Was ich persönlich sogar für sehr praktisch halte. Und im Restaurant wird entweder ganz ohne, oder mit Plastikbesteck gegessen.

Egal, was ich in den letzten Zeilen geschrieben haben mag. Mir ist natürlich bewusst, dass sich nicht alles verallgemeinern lässt.

Und ich sehe die Staaten bewundernd an. Man setzt einen Fuß auf Pennsylvanischen Boden, und man fühlt sich frei. Beinahe uneingeschränkt. Es ist dieses Freiheitsgefühl, was die USA ausmacht. Man muss sich zudem vor nichts und niemandem verstecken, wenn man anders ist, oder sich anders verhält. Man darf sich zwar auf nichts verlassen, aber das muss man auch nicht. Selbst ist der Mann. Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit. (Um es hier nur einmal in Kurzform auszudrücken. Jeder Amerikaner könnte euch da Bände erzählen..) Das ist das, auf das jeder US-Bürger stolz ist.

Berechtigt.

Sie lasen eine Charakterisierung des durchschnittlichen Ostküstenbewohners. Von Phil Harbour.

Wie Kochsendungen mein Leben zerstören

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Guten Tag.
Anlässlich der aktuellen Anlasslosigkeit des Zeitgeschehens möchte ich ein Thema anreißen, das mir schon seit Längerem schlaflose Nächte bereitet. Nein, ich rede nicht von Markus Lanz oder DSDS – ich rede von Fernsehkochsendungen.

Ich kann mich keineswegs über deren Niveau beklagen, solange mal „Die Torten-Tuner“ auf Kabel 1 nicht zu Kochshows zählt. Neben angemessen akademischer Sprache, einem interessierten und seriösen Publikum macht auch der Koch meist nicht gerade den Eindruck, als sei er der größte Verlierer der Gesellschaft.

Meine Kritik widmet sich also weder dem Niveau, der Sendezeit, den Darstellern, und dem Format an sich schließlich auch nicht. Es  sind vielmehr diese grauenhaft verhunzten Gerichte, die den Testessern da vorgesetzt werden. Am Anfang der Sendung wird die heutige Mahlzeit bei Namen genannt: „Überbackene Schweinemedaillons“ (Ich freu mich schon) „mit gerösteten Auberginen und Kürbissuppe als Vorspeise“. FUCK.

Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nur einen Lichter.

Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nur einen Lichter.

 

Das klassische Familienbild mit der Frau am Herd und dem Mann auf der Arbeit kippt immer weiter und diese Entwicklung sollte sich nicht zuletzt auf die Gerichtauswahl in Kochsendungen auswirken. Will man einem Mann das Kochen beibringen, so weckt man sein Interesse daran am wenigsten mit exotischen Gemüse und perfekt biologisch und gesunder Kost. Ich will nicht sagen, dass kein Mann je ein rein vegetarisches Gericht kochen würde (ich rede gerade von allen Nichtvegetariern), aber für den Einstieg eignen sich hier vor allem die Gerichte, die er selbst gern verspeist und am Ende seiner Arbeit einen Fortschritt in Form von Belohnung sieht.

Außerdem werden immer mehr Männer mit dem gequält, was ihre Frauen am Vorabend in der Koch-Show aufgeschnappt haben. Wundert euch nicht, Frauen, wenn eure Alten immer öfter nach Feierabend in einer x-beliebigen Pommesbude verschwinden, um dem Fraß zu entfliehen.
Ich spreche mich klar für ein Sendeverbot vor 23 Uhr aus.

Sie lasen den kulinarisch schwer überforderten Hutträger Phil Harbour.

Facebook, und was wir dagegen tun können

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Guten Abend.

Kürzlich wurden auf Facebook wieder einmal die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert, und so bleiben jedem Nutzer ab jetzt nur noch einige Tage, ihr altes Profil umzustellen auf die neue „Chronik“. Die Chronik macht das Durchstöbern laut Facebook viel leichter. Sehr emotionale Werbung für das neue Konzept taucht an jeder Ecke auf, und viele Unmündige haben sich bereits jetzt für diese besondere Art von Timeline entschieden.

Ohne Zweifel ist Facebook, aus Sicht des Nutzers, gerade dafür da, Personen zu verbinden, Informationen zu vermitteln und die Kommunikation so einfach wie möglich zu gestalten. – Der Grund, warum die Chronik so einschlägt. Sie ist sozialer, solange es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Dagegen ist nichts einzuwenden. Da bestimmte Inhalte für bestimmte Personen unsichtbar gemacht werden können, eignete sich das Prinzip perfekt für eine Art soziales Intranet, bei dem die Nutzer zwar untereinander Daten teilen können, oder eben nicht, aber kein Dritter Einblick in die Informationen hat.

Das ist hier aber nicht der Fall. Facebook kennt uns. Jeden von uns. Selbst wenn Sie selbst nicht bei Fabebook sind, sind vielleicht schon Bilder von Ihnen dort. Das ist nicht das Problem. Solch eine Datenspeicherung erleichtert uns vieles, z.B. das Einkaufen im Internet oder das Aussuchen von Musik, die zum eigenen Geschmack passt.

Erste Kritik bringe ich aber da an, wo es darum geht, bereits hochgeladene Daten wieder zu löschen, bzw. löschen zu lassen. Facebook bietet dafür beinahe überhaupt keine Möglichkeit. Man kann nur hoffen, dass bald eine Welt- oder zumindest EU-weite Verordnung verbietet, Daten auch gegen den Willen des Einzelnen dauerhaft zu speichern. Aber selbst hier sind wir nicht am eigentlichen Problem angelangt, welches wie folgt lautet:

Facebook verkauft Datensätze an Dritte. Facebook weiß alles über uns und speichert alles. Und wäre schön dumm, wenn es dieses Wissen nicht ausnutzen würde. Neben der Werbung auf http://www.facebook.com direkt finanziert es sich größtenteils aus dem Weiterverkauf dieser teilweise sehr sensiblen und intimen Informationen. Und ich halte es doch für absolut fragwürdig, dass ein solch massiver Eingriff in die Privatsphäre überhaupt geduldet wird. Aber wenn du Politik nichts unternimmt, dann sollten wir das tun!

Ich erwarte von niemandem, dass er sein Facebookprofil löscht. (Mehr als deaktivieren klappt sowieso nicht, ein weiterer Kritikpunkt) Selbst mein eigenes existiert noch. Ich halte das Netzwerk für eine hervorragende Kommunikationsmöglichkeit. Aber ich habe einige Vorkehrungen eingeleitet, die entweder meine Privatsphäre schützen oder meine Ablehnung gegenüber dieses Geschehens.

  1. Keine Seite sollte Ihnen mehr gefallen! Die Unternehmen errechnen sich ihre Interessen aus bereits ‚gelikten‘ Seiten, und Sie werden für Facebook unbrauchbar, wenn sie jede einzelne Seite ‚disliken‘. Wenn Sie Updates von Künstlern, Unternehmen etc. weiterhin erhalten möchten, lesen Sie Zeitung oder kommen Sie auf Twitter!
  2. Löschen Sie so viele Bilder wie möglich aus ihrem Profil und stellen Sie keinesfalls neue auf ihr Profil! Wenn überhaupt, dann ohne Verbindung zu Ihrer Person, d.h. ohne Markierung. Der Gesichtserkennungsdienst von Facebook hat bei Ihnen evtl. noch nicht funktioniert – in diesem Fall haben Sie Glück gehabt.
  3. Schreiben Sie in das „Über mich“-Feld auf Ihrem Profil eine mehr oder weniger appellative Botschaft an andere User, ebenfalls so vorzugehen. Stellen Sie sich gegen Facebook!

Sie hörten einen Aufruf von Phil Harbour, dem vielleicht größten Twitterfetischisten, der frei herumläuft.

Warum Rockmusik die einzig wahre ist

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Guten Tag. Ein frohes neues Jahr und frohe Weihnachten nachträglich.

… Bands wurden gegründet. In Garagen, in Scheunen und auf der Straße wurde geprobt bis die Finger bluteten. Es gab keine digitale Überarbeitung der Tonaufnahmen. Songs wurden selbst geschrieben – eigene Texte, eigene Melodien. Man ist aufgetreten. Erst im Freundeskreis, später auf dem Marktplatz und nur die allerbesten haben es auf die ganz großen Bühnen geschafft. Aber es ging nicht um Geld. Es ging um die Musik. Es ging um DIE Musik.

Die Rolling Stones mit „I can’t get no Satisfaction“ waren im übertragenen Sinne wahrscheinlich die Mutter des Rock. Sie schufen einen Musikstil, der noch grundlegende Züge aus Blues und Jazz in sich trug, aber die Massen begeisterte. Es bildeten sich viele Subgenres. Außer klassischem Rock’n’Roll gab es schon bald erste Metal-Bands mit den kreativsten Riffs und Rhytmen. Unter Pop-Rock wurde viel später eine Richtung bekannt, die ihren Ursprung vermutlich in den Abbey Road Studios der Beatles hat. Die ganz abgedrehten pflegen als Punker einen alternativen Lebensstil und bringen simple, laute und aggressive Töne von der Bühne.

Was mit Bands wie den Beatles, den Rolling Stones, Deep Purple, Black Sabbath angefangen hat, ist heute schließlich über Funk, Techno, Pop und Hip Hop ausgeartet. Die populäre Musik hat ihren Charakter verloren. Immer mehr Einzel“künstler“ treten mit einer Gruppe Berufsmusiker auf, trällern ein Lied, kassieren Millionen und sind nach 2 Jahren in keiner Munde mehr. Sogar für Leute, die zwar nicht singen können, aber gut aussehen, bietet die Branche dank ausgefeilter Computerprogramme einen Platz. Undzwar einen weit größeren als der für die tradtionellen Rockbands. Die moderne Musik beschränkt sich auf generalüberholte Stimmen, elektronische Beats, One-Hit-Wonder und profitgeile Produzenten.

Ich weiß, Zeiten ändern sich. Und mit ihnen die Musikrichtung. Aber ich halte es für falsch, dass richtige Musik, ich rede von Blues bis Punkrock, derart in den Hintergrund gerät. Und es geht immer weiter und wird immer schlimmer. Nur noch wenige Nachwuchsmusiker und -talente verschlägt es in diese Richtung. Sie werden regelrecht vom Mainstream mitgerissen.

Ich boykottiere mittlerweile das Radio. Zumindest Jugendsender wie 1live. DSDS tue ich mir nicht nur deswegen nicht an, weil es eine derart kackdreist gestellte, überzogene und nur für den Profit ausgelegte Sendung ist, sondern auch weil sich die Musikauswahl in sehr engem Maß an den aktuellen Hauptstömen orientiert. Ich spiele selbst Gitarre. In einer Band. Im Keller. Wie sich das gehört. Ich spiele Meisterwerke nach, dessen Genialität unnachahmbar ist, und schreibe selbst kleine Songs – als Tribut an die ganz großen.

Und was können mir Justin Bieber, Bruno Mars, Rihanna oder Amy Winehouse schon bieten? Ihre Stimme wurde entdeckt. Dann aber nicht verbessert und trainiert, sondern am PC gepusht. So, dass sie sich gut anhört. Harmonisch. Ansprechend und mitreißend. Aber zu simpel.

Ich bringe mir das Gitarrespielen bei, singe für mein Leben gern – und kann diese Erfahrung mit der Musik leider nur mit Gleichgesinnten teilen. Wenn ich ebenfalls von Rockmusik überzeugt seid,  vielleicht sogar selbst auf der Bühne steht, dann werdet ihr wissen was ich meine. Und dann: Kämpft für unsere Art und dessen Überleben! Überzeugt mehr Leute, die Musik darf nicht aussterben!

Falls nicht: Ich will euch nichts böses. Unter euch sind sicher Leute, die irgendwo tief im ihrem Herzen an Elektrobeats hängen. Aber gebt euch einen Ruck (oder einen Rock) und schnuppert mal rein. Bitte.

Sie hörten Phil Harbour schreibend sprechen, leider nicht singen und spielen. Bitte weiterleiten.

Humor auf Kosten Anderer

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Guten Tag.
Flachwitze erfreuen sich immer größerer Unbeliebtheit. Fest auf den Satzbau und die Wortwahl vorgefertigt fixierte Witze wirken zu versteift, und sind quasi nur durch Aufforderung oder Ankündigung vernünftig realisierbar.
Viel erfolgreicher dagegen sind kurzfristige, manchmal im Millisekundenbereich ausgedachte bzw. eingefallene Witze. Meist als Reaktion auf vorrangegangene Aussagen wird diese oder dessen Sprecher durch den Kakao gezogen. Das ist so ziemlich das Lustigste, was passieren kann. Für den Betroffen ist die Situation in den meisten Fällen keineswegs unangenehm. Man lacht mit den Anderen über den gefallenen Witz, unabhängig davon, wer (rein inhaltlich) darunter leidet. Im Idealfall kontert derjenige mit einer ebenfalls lustigen Reaktion und bringt die Gruppe ein zweites Mal zum Lachen. So und nicht anders funktioniert Humor im Bekanntenkreis.
Um als humorvoller und lustiger Mensch zu sein, bedarf es also ein gewisses Maß an Spontanität, Selbstbewusstsein und der Fähigkeit, ab und zu Abwertendes über sich ergehen zu lassen.
Natürlich findet Humor nicht zwangsläufig auf Kosten anderer statt. Ein großer Anteil der Sprüche fällt jeweils auf das aktuelle Politgeschehen, niveaulose Fernsehsender oder einfach unreife Äußerungen. Eins jedoch haben alle guten Witze gemeinsam – sie wirken spontan und werden mit natürlicher Gelassenheit vorgetragen.
Sie

Aliens unter uns

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… Ohne Pause, ohne Ruh. Mein lieber Gamer, das bist du! …

Guten Tag.

Immer mehr Menschen widmen sich heutzutage lieber PC als dem Flötenspiel. Darunter sind wirkliche Hardcore-Zocker, die beim spielen völlig die Zeit, das Essen und das Trinken vergessen. Das ist nicht mehr lustig. Und diese Kandidaten sind zweifelsohne süchtig. Es gibt andere, vielspielende und gelegentlich spielende Leute, die das alles nicht ganz so Ernst nehmen, aber damit ihren Spaß haben.

Aber was alle gemeinsam  haben, ist dass sie von der Gesellschaft als Suchtis oder Zocker derart ausgegrenzt werden, als wären sie Aliens…! Sie sind Menschen? Das wisst ihr aber noch, oder? Und Menschen haben Hobbies? Ist doch so, nicht? Ich blogge gern. Schreibe gern. Rocke das Haus mit meiner Fender. Verreise gerne. Und wisst ihr, was diese „Aliens“ gerne machen? Computerspiele spielen!

Was dagegen? Mir liegt das spielen nicht, ich spiele auch nicht viel und oft. Mir macht es auch nicht sonderlich Spaß. Ihr geht vielleicht auch lieber mit euren Freunden einen trinken, oder shoppen, oder essen. Oder lest gerne, oder macht Sport.

In letzter Zeit nimmt die Zahl der Spiele, die man vermehrt online mit anderen spielt, immer weiter zu. Zwar ist die virtuelle Begegnung kein Ersatz für die reale, aber sie verhindert die vollkommene Abschottung von der Gesellschaft.

Ich will nicht abstreiten, dass übermäßig brutale PC-Spiele die Psyche massiv schädigen können und man andere Dinge dem PC nicht nachziehen sollte. Aber ein Hobby darf es sein!

Sie hörten einen empörten Kommentar von Phil Harbour, einem bloggenden Erdling.

Ich war noch niemals im New York..

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Einen schönen Abend schonmal im Vorraus. Aber hören sie mir zu.

Ich bin verwundert, ja fast erschüttert darüber, dass so viele Leute, die Möglichkeiten, die man heute hat, nicht nutzen. Im Mittelalter war es bis zum Nachbarort schon eine weite Reise, nur die wenigsten drungen von hier aus bis nach Asien, geschweige denn nach Amerika vor.

Heute ist es möglich, an einem halben Tag von Berlin nach Sydney zu fliegen. UND TROTZDEM WILL HIER KEINER RAUS! Ich kann die Situation nicht deutschlandweit einschätzen. Aber hier in meinem Kaff beschränkt sich jeder auf das, was hier ist. Es gibt Ausnahmen. Aber die bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Die Welt ist so zugeschossen mit schönen Dingen, die nur darauf warten, gesehen zu werden. Das können sowohl riesige Berge, Wasserfälle, oder Schluchten als auch hunderte Meter hoche Bauwerke oder beeindruckende Denkmäler sein. Aber es gibt diese Orte, die einem sagen: Es gibt da draußen noch mehr! Und wer glaubt, dass seine Heimatstadt etwas besonderes ist, der hat meist unrecht, unabhängig davon, wo er wohnt.

In einem Menschenleben kann man nicht alles erkennen. Und man muss sein Leben auch nicht der Reise hingeben. Aber einmal im Jahr ins Ausland schadet nicht, und ist auch nicht teuer. Eltern, zeigt euren Kindern die holländische Küste, fahrt mit ihnen in die Alpen.. Das ist doch kein Beinbruch. Für die Wohlhabenden gehts nach New York, und die etwas Ärmeren werden auch ein Wochenende in Frankreich bezahlen können!

Wir sollten genießen, dass wir in einer Zeit leben, in der das möglich ist. Euer Kirchturm ist nicht der höchste, nicht der schönste, und nicht der älteste der Welt. Dafür müsst ihr euren Hintern bewegen. Wenn auch nur kurz, wenn auch nicht oft. Hauptsache überhaupt.

Sie hörten einen Kommentar von Phil Harbour, einem begeisterten Weltreisenden.

Adam, glücklich wie eine Mikrobe

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Guten Sonntag.

Und lesen sie die Überschrift solange sie noch wahr ist. Morgen, meine Freunde, hat die Freude ein Ende. Die Pflicht ruft. UND WIR RUFEN ZURÜCK!!

Diese ganzen hochnäsigen Arbeitnehmerschweine! FDP-Wähler! Schnauze voll. Ich boykottiere. Und ich korrigiere mich. Die Arbeitnehmer können ja nichts dafür, dass morgen wieder sie-wissen-schon-was-für-ein-Tag ist und ich zur Arbeit muss. Es gibt nur einen, der dafür verantwortlich ist:

GOTT!!! Was fällt dir ein, das Wochenende auf 2/7 der Woche zu beschränken? Du hättest ruhig mal etwas länger ruhen können!! Damals.. Als noch niemand an Arbeit dachte.. Und Adam seine Eva glücklich wie eine Mikrobe jeden Tag aufs neue unterm Kirschbaum gevögelt hat. WEGEN DEM LEBEN WIR HEUTE NICHT IM PARADIES!!

Ich wäre auch gerne Adam gewesen. Und dieser Vollidiot versaut sich die Sache und frisst alles, was sündig macht. Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel an ihm nehmen. Nicht an dem, was er getan hat. Aber wir sollten Angst haben vor den Folgen, die sein Handeln hervorrief.

Ich bin kein streng gläubiger Mensch. Aber vielleicht würde in unserer Welt einiges besser laufen, wenn sich jeder an jede Regel hielt.

Vielleicht kommen wir dann ja ins Paradies.

Sie hörten einen sündhaft falschen Kommentar von Phil Harbour, einem (auf Adam) neidischen Sünder.

Volksverdummung

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Guten Tag.

Ich bin in diesen Tagen zutiefst erschüttert. Allem Anschein hat die junge Generation wieder einmal den Dämlichkeitsrekord gebrochen.

Jedes Jahr wächst die Weltbevölkerung um Millionen. Und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass hochbegabte Kinder zur Welt kommen. Einzelne Individuen, die die Welt mit ihrem Denken verändern werden. Im künstlerischen sowie im wissenschaftlichen Bereich. Ein sehr freundliches Gesicht der hohen Geburtenraten.

Mir ist der Grund noch nicht ganz klar, aber es scheint, als sei die Masse in der Bevölkerung jedoch derart dumm, es müsste eine neue Schulform eingeführt werden.. Aber dieses Thema ist mir persönlich zu heikel, ich will ncith darauf eingehen, sie werden verstehen.

Wenn ich mir die Jugendlichen auf der Straße so ansehe, und schon von weitem ihre verbale und körperliche Kommunikation wahrnehme, zweifle ich an der These, wir seien „homo sapiens sapiens“. Das sind Neandertaler, meine Freunde. Sozial wie Delphine, das mag sein. Aber intellektuell dermaßen zurückgeblieben, die wissen nicht, wer Kanzler, bzw, WAS ein Kanzler ist. Sie haben keine Ahnung wo Amerika, geschweige denn New York liegt, aber alle rennen mit diesen gefickten I ❤ NY – Tshirts rum. Wo sind wir denn. Sie beherrschen das kleine 1×1 nicht und ich bin mir nicht sicher, ob sie Lokomotive richtig schreiben würden. Ich könnte noch weitere (zahllose) Beispiele aufführen, die zeigen, dass entweder die Eltern oder die Bildung derart versagt hat, aber das führt zu nichts.

Was ich mich manchmal frage ist, wie ein so dummer Mensch sich so durchs Leben schlagen kann. Am plausibelsten erscheint mir folgende Antwort:

  1. Meist sind es Frauen. Ich bin nicht sexistisch, Frauen sind etwas wunderbares und keine schlechteren Menschen als wir. Auch wenn jemand dumm ist, ist er kein schlechterer Mensch. Bei Männern ist das genauso. Jedenfalls sehen die dümmsten Frauen meist am besten aus und sind am nettesten. Der (intelligente) Mann guckt sich meist genau diese aus, und bringt sie durchs Leben.
  2. Man hat als dummer Mensch andere Stärken wie Sport, Aussehen und Menschenkenntnis. Alle drei können Grundlage für einen (sehr) gut bezahlten Beruf werden!

Schlussendlich landet man irgendwo da, wo es heißt, Intelligenz ist eine der wichtigsten, aber nicht DIE wichtigste Eigenschaft eines Menschen. Man kann dessen Mangel gut mit dem Überfluss einer anderen kompensieren und manchmal sind die Beklopptesten die Liebenswürdigsten.

Sie hörten einen gewagten Kommentar, von Phil Harbour, einem homo sapiens sapiens sapiens, der nachdenkt.