Archiv der Kategorie: Haushalt

Wie Kochsendungen mein Leben zerstören

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Guten Tag.
Anlässlich der aktuellen Anlasslosigkeit des Zeitgeschehens möchte ich ein Thema anreißen, das mir schon seit Längerem schlaflose Nächte bereitet. Nein, ich rede nicht von Markus Lanz oder DSDS – ich rede von Fernsehkochsendungen.

Ich kann mich keineswegs über deren Niveau beklagen, solange mal „Die Torten-Tuner“ auf Kabel 1 nicht zu Kochshows zählt. Neben angemessen akademischer Sprache, einem interessierten und seriösen Publikum macht auch der Koch meist nicht gerade den Eindruck, als sei er der größte Verlierer der Gesellschaft.

Meine Kritik widmet sich also weder dem Niveau, der Sendezeit, den Darstellern, und dem Format an sich schließlich auch nicht. Es  sind vielmehr diese grauenhaft verhunzten Gerichte, die den Testessern da vorgesetzt werden. Am Anfang der Sendung wird die heutige Mahlzeit bei Namen genannt: „Überbackene Schweinemedaillons“ (Ich freu mich schon) „mit gerösteten Auberginen und Kürbissuppe als Vorspeise“. FUCK.

Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nur einen Lichter.

Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nur einen Lichter.

 

Das klassische Familienbild mit der Frau am Herd und dem Mann auf der Arbeit kippt immer weiter und diese Entwicklung sollte sich nicht zuletzt auf die Gerichtauswahl in Kochsendungen auswirken. Will man einem Mann das Kochen beibringen, so weckt man sein Interesse daran am wenigsten mit exotischen Gemüse und perfekt biologisch und gesunder Kost. Ich will nicht sagen, dass kein Mann je ein rein vegetarisches Gericht kochen würde (ich rede gerade von allen Nichtvegetariern), aber für den Einstieg eignen sich hier vor allem die Gerichte, die er selbst gern verspeist und am Ende seiner Arbeit einen Fortschritt in Form von Belohnung sieht.

Außerdem werden immer mehr Männer mit dem gequält, was ihre Frauen am Vorabend in der Koch-Show aufgeschnappt haben. Wundert euch nicht, Frauen, wenn eure Alten immer öfter nach Feierabend in einer x-beliebigen Pommesbude verschwinden, um dem Fraß zu entfliehen.
Ich spreche mich klar für ein Sendeverbot vor 23 Uhr aus.

Sie lasen den kulinarisch schwer überforderten Hutträger Phil Harbour.

Weihnachtsansprache

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Fröhliche Weihnachten!

Ich glaube nicht, dass an diesem Tag voller Liebe, Gemütlichkeit, Nostalgie und Freude viele Menschen lesen werden, was ich hier veröffentliche. Daran besteht quasi kein Zweifel. Aber es ist nun mal meistens kein Tag voller .. dingens. Es ist ein Tag voller Stress, der im Rest des Jahres Schwierigkeiten hat, seinesgleichen zu finden.

Ohne Schnee fehlt dem Tag die Harmonie, die Stille und die schöne Landschaft. Schnee gehört zu Weihnachten. Schnee ist Auslöser für Massenkaramboulagen, die gerade an Weihnachten viel häufiger auftreten als sonst. Wahrscheinlich liegt das an meiner Verwandschaft; wenn die alle gleichzeitig hier hinfahren, ist quasi keine Straße mehr wirklich sicher. Aber gut, wir haben ja keinen Schnee.

Der Baum macht abgesehen vom Harzen, Brennen, Duften, Umfallen und Austrocknen eigentlich keine Probleme. Aber das reicht ja auch an Problemen. Es ist genug. Es ist sogar zu viel. Und ich scheiße  dieses Jahr auf den Baum. Nicht zuletzt, weil mein lieber Bruder letztes Jahr beinahe gestorben wäre – er hat eine Tannenallergie. Und die Katze hat keine Haare mehr am Schwanz, weil meine Frau auf die echten Kerzen bestand. Sind saugefährlich, die Dinger.

Um uns allen die Fahrerei zu ersparen, bleiben wir dieses Jahr zu Hause. Je weniger wir fahren, desto weniger Zeitmangel haben wir, desto mehr Zeit steht uns zur Verfügung. Zeit, um alles zu organisieren, was organisiert werden muss. Von Adventskerzen über Christstollen bis hin zu Zimtsternen. Und je mehr Zeit, desto weniger Stress. Also weniger Stress ohne Fahren.

Die teure Angelegenheit sind die Geschenke. Meine Kinder sind zwar offensichtlich enttäuscht darüber, dass es heute keine gibt. Aber übers Jahr verteilt kosten sie das Leben ohnehin in vollen Zügen aus. Meine Frau ist gänzlich anspruchslos (sonst wäre sie nicht meine Frau), und ich selbst wünsche mir auch nichts.

Normalerweise besuchen wir die Kirche an Heiligabend. Diesmal nicht. Diesmal besucht sie uns. Mit Entertain. Denn es ist Zeit, dass sich auch langsam mal was nach uns richtet. Cool, wie Werbeslogans hängenbleiben.

Weihnachtskarten verschickt meine Frau, die gehören nicht in meinen Aufgabenbereich. Aber die sind sowieso schon verschickt.

Und ganz ehrlich: heute ist zwar der 24. Dezember. Aber ohne Geschenke, ohne Christbaum, ohne Besuch zu sein und Besuch zu haben, ohne Kirche, ohne Schnee, ohne Weihnachtkarten.. Ich bin mir nicht sicher, was wir heute machen. Ich denke, wir werden bei den Nachbarn feiern.

Sie hörten die Tagesplanung von Phil Harbour, einem, der die Schnauze noch lange nicht vol hat. – Und das ist sein Problem.

Die Unnot der Lavalampe

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Guten Tag.

Wofür Klobrillen, Bilderrahmen und Silberbesteck zu gebrauchen sind, wissen wir alle.

  • Klobrillen, zum nicht benutzen
  • Bilderrahmen, zum Verstecken von unangenehmen Bildinhalten
  • Silberbesteck, um es zu erben.

Es gibt sogar Gerüchte, dass es einige Menschen auf unserer Erde gibt, die zu wissen vermögen, womit es sich beim Sinn und Zweck von Lavalampen auf sich hat. Aber es sind eben nur Gerüchte. Man sollte sich nicht länger damit aufhalten.

Ich habe also nachgeforscht. Erst einmal ein bisschen Allgemeinbildung in Sachen Lavalampen.warum ist da?

Bei einer Lavalampe wird die Verlustwärme einer Glühbirne zum Verflüssigen des im Wasser unlöslichen Wachs genutzt. Es steigt in blasenform auf, kühlt ab und fällt wieder langsam herab. Bitte entschuldigen sie die offensichtliche Nähe meiner Wortwahl zu der des Wikipediaartikels. Scheiß aufs technische:

1970 kamen die Dinger erstmals auf, und ich glaube, schon damals erfreuten sie sich großer Unsinnigkeit. Sehen aus wie von der Enterprise geklaut. Wenn sie seit mindestens 2 Stunden laufen. Wenn das Wachs fest ist, sieht der Scheiß eher aus wieder Wachsfall (man beachte den Neologismus, nahe dem Wasserfall) an einer Kerze. Wenn man also keine 37.000.000 kW/h jeden Tag für seine futuristische Beleuchtung rauswerfen möchte, dann sollte man sich so ein Teil nicht zulegen. Schönheit und Kosten können also nicht der Punkt sein.

Vielleicht liegt der Kaufgrund bei manchen Leuten im Paranormalen. Mit jeder Wachsblase wird ein böser Geist vertrieben. Mit jeder zehnten Kilowattstunde wird ein guter Geist geschaffen. Denkbar. Oder er liegt wie so vieles in der mangelnden Intelligenz der Masse. Einer der Gründe, die für die meisten Phänomene infrage kommen. Aber da selbst ich eine solche Lampe besitze, schließen wir Spiritualität und mangelnde Intelligenz aus, versteht sich.

Am plausibelsten erscheint mir als Grund: Die Frau. Und wer einer Meinung ist hebt die Hand. Ich halte es nicht für meine Pflicht, das zu begründen. Und an alle Frauen: Wenn ihr nicht genauso wärt, wir ihr seid, wärt ihr keine Frauen. Und das wär scheiße. Wir haben euch lieb.

Sie hörten einen unerwünschten Kommentar zu einem trivialen Thema vom unnötigsten Blogger der Erde.

P.S.: Frauen? Schenkt euren Männern bitte nicht so ein Ding zu Weihnachten!