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Zur Benutzung von Smileys

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Guten Tag.

Ich bin froh darüber, dass auf Twitter ein  Smileyboykott meine Timeline von den Viechern verschont, so viel vorneweg. Da haben die aber auch wirklich nichts verloren, denn es handelt sich bei meiner Timeline um eine Sammlung von anspruchsvollem Humor, den wichtigsten Neuigkeiten aus aller Welt und den formalen Tweet-Wracks von Boris Becker. Da gehören Zeichenkunstwerke dieser Art einfach nicht rein. (Es hagelt übrigens sofort Unfollows, wenn ich die Dinger demnächst in einem eurer Tweets finde..)

Aber: Ich toleriere Emoticons in Netzwerken wie Facebook, Skype, icq, und Kurznachrichtendiensten wie Whatsapp, Ping und für alle, die noch wissen, was es ist: Die SMS.
Jedoch sollten damit auch dort einige Regeln befolgt werden. Ich nenne mein Regelwerk: Den goldenen Harbour-Kodex der Emoticonverwendung. Fangen wir an.

  1.  Passen Sie zunächst gut auf ihre linke Hand auf, und tippen auf keinen Fall einmal zu viel oder zu wenig auf die SHIFT- oder CAPS-Taste. Das kann zu enormen Missbildungen bei Smileys führen. Hier einige Beispiele:      :d        :4         .D      -:-
    Und so etwas will doch niemand von uns.
  2. Die maßlose Übertreibung bezüglich der Quantität eines einzelnen Emoticon führt meist nicht zum eigentlichen Ziel: Der Empfänger weiß jetzt zwar sehr genau, wie man sich gerade fühlt (solange er einem glaubt), kann dafür aber vor lauter Zeichen keine Nachricht mehr erkennen. … Bitte schrauben sie ihren Tastaturgebrauch in dieser Hinsicht ein wenig herunter.
  3. Abkürzungen über den Grad der aktuellen eigenen Vergnügung wie ROFL, LOL, LMAO, LMFAO und LOFL sollten generell vom Staat unter Strafe verboten werden. Das ist kein Eingriff in Netzfreiheit, das ist ein Schutz des Rechtes auf Ästhetik. Und das hat jeder Mensch.
  4. Auch, wenn es sich auch hier nicht um Smileys handelt: Abkürzungen wir LD, ILD, HDL oder HDGDL oder HDGGGGGGGGGDL gehören in die Tonne. Wenn man sich wirklich so sehr vergöttert, sollte man wenigstens die Zeit haben, die Scheiße auszuschreiben.

Nun die Liste der verbotenen Emoticons:

  • :p – weil man einfach nur zu faul war, die Umschalttaste zu drücken.
  • C: – weil kein Mensch so ein fettes Grinsen bzw. so eine fette Nase hat. (gilt auch für c: )
  • XD – weil man nicht mehr Aufmerksamkeit erregt, indem man ALLES IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBT.
  • 8) – weil kein Mensch eine Brille zwischen den Mundwinkeln sitzen hat
  • jeder Smiley, bei dem versucht wird, mit ( und ) Gesichtskonturen darzustellen. (z.B. (0.0) oder (O.O) oder (X_X)

einige Hinweise zur Verwendung einiger Smileys:

  • [:D] , [:P] , [:O] , [:X] , [:)] , [D:] , [:(]  –  Die Standardreihe. Kann mit oder ohne Bindestrich als Nase benutzt werden. Bitte vermeiden Sie Versuche der Verdeutlichung durch duplizieren der Mundpartie wie :OOOOOOO oder :DDDDD. Tippen sie :D:D:D aber auf keinen Fall noch mehr solcher Smileys. Hiermit setze ich die Grenze auf 3 Stück hintereinander (es sei denn, man versucht sich an hoher Kunst und will Akzente setzen. In alltäglichem Gebrauch jedoch ist so etwas einfach nur nervig.)
  • [=)] , [=D] , [=]( usw. – Bitte nicht. Smileys mit vertikalen (bzw. horizontalen bzw. vertikalen) Schlitzaugen sind wie Windows Vista. Eine Erfindung, von der niemand weiß, warum sie existiert. Lassen wir das. Über Nasen braucht man hier nicht zu sprechen.
  • [xD] – der lustigste aller Smileys. Bitte keine Nase setzen!! Eher unter Freunden als unter Pärchen benutzter Emoticon, der nur gesetzt werden sollte, wenn man sich vor seinem Telefon auch wirklich einen abgeiert. Ansonsten sollte auf [:D] oder [:)] zurückgegriffen werden. Eine weitere Alternative wird durch
  • ^^ bereitgestellt. Dieser Smiley findet seinen Ursprung im japanischen Anime und Manga. Bitte, wo leben wir denn? Ich sehe nicht so aus, wenn ich etwas lustig finde, Sie vielleicht? Dann benutzen Sie ihn ruhig.
  • :[ , ;[ , 8], :] – ECKIGE MÜNDER?! Also bitte. Auch mit Nase wird das nicht schöner.
  • :* – Nase möglich. Duplizieren des Sternchens möglich und erwünscht, allerdings nur solange kein Zeilenumbruch nötig ist. Oft in Verbindung mit einem [<3] gebraucht, aber ich schweife ab.
  • [:‘)] , [:’D] , [:'(] – Manchmal sind Tränen einfach notwendig. Aber mehr als eine wirkt lächerlich und kann vermieden werden. Bringen Sie Abwechslung in ihre Konversation und machen Sie ab und zu ein Apostroph. Aber nix mit Nimm2.
  • [:o)] , [:oD] – Nasendarstellung bitte nur dann per kleines ‚o‘, solange es sich wirklich um einen Clown handelt. Lassen wir das.

Ich werde diesen Kodex eventuell in einiger Zeit aktualisieren, falls sich kritische Kommentare oder Vorschläge gehäuft haben. Bitte malen Sie nicht den Teufel an die Wand, wo keine ist. Ich bin erfahren in Sachen Sprichwortgebrauch…

Sie lasen Phil Harbour’s Regeln und werden sie befolgen sonst kommt der Teufel aus der Wand. Wo keine ist.

Facebook, und was wir dagegen tun können

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Guten Abend.

Kürzlich wurden auf Facebook wieder einmal die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert, und so bleiben jedem Nutzer ab jetzt nur noch einige Tage, ihr altes Profil umzustellen auf die neue „Chronik“. Die Chronik macht das Durchstöbern laut Facebook viel leichter. Sehr emotionale Werbung für das neue Konzept taucht an jeder Ecke auf, und viele Unmündige haben sich bereits jetzt für diese besondere Art von Timeline entschieden.

Ohne Zweifel ist Facebook, aus Sicht des Nutzers, gerade dafür da, Personen zu verbinden, Informationen zu vermitteln und die Kommunikation so einfach wie möglich zu gestalten. – Der Grund, warum die Chronik so einschlägt. Sie ist sozialer, solange es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Dagegen ist nichts einzuwenden. Da bestimmte Inhalte für bestimmte Personen unsichtbar gemacht werden können, eignete sich das Prinzip perfekt für eine Art soziales Intranet, bei dem die Nutzer zwar untereinander Daten teilen können, oder eben nicht, aber kein Dritter Einblick in die Informationen hat.

Das ist hier aber nicht der Fall. Facebook kennt uns. Jeden von uns. Selbst wenn Sie selbst nicht bei Fabebook sind, sind vielleicht schon Bilder von Ihnen dort. Das ist nicht das Problem. Solch eine Datenspeicherung erleichtert uns vieles, z.B. das Einkaufen im Internet oder das Aussuchen von Musik, die zum eigenen Geschmack passt.

Erste Kritik bringe ich aber da an, wo es darum geht, bereits hochgeladene Daten wieder zu löschen, bzw. löschen zu lassen. Facebook bietet dafür beinahe überhaupt keine Möglichkeit. Man kann nur hoffen, dass bald eine Welt- oder zumindest EU-weite Verordnung verbietet, Daten auch gegen den Willen des Einzelnen dauerhaft zu speichern. Aber selbst hier sind wir nicht am eigentlichen Problem angelangt, welches wie folgt lautet:

Facebook verkauft Datensätze an Dritte. Facebook weiß alles über uns und speichert alles. Und wäre schön dumm, wenn es dieses Wissen nicht ausnutzen würde. Neben der Werbung auf http://www.facebook.com direkt finanziert es sich größtenteils aus dem Weiterverkauf dieser teilweise sehr sensiblen und intimen Informationen. Und ich halte es doch für absolut fragwürdig, dass ein solch massiver Eingriff in die Privatsphäre überhaupt geduldet wird. Aber wenn du Politik nichts unternimmt, dann sollten wir das tun!

Ich erwarte von niemandem, dass er sein Facebookprofil löscht. (Mehr als deaktivieren klappt sowieso nicht, ein weiterer Kritikpunkt) Selbst mein eigenes existiert noch. Ich halte das Netzwerk für eine hervorragende Kommunikationsmöglichkeit. Aber ich habe einige Vorkehrungen eingeleitet, die entweder meine Privatsphäre schützen oder meine Ablehnung gegenüber dieses Geschehens.

  1. Keine Seite sollte Ihnen mehr gefallen! Die Unternehmen errechnen sich ihre Interessen aus bereits ‚gelikten‘ Seiten, und Sie werden für Facebook unbrauchbar, wenn sie jede einzelne Seite ‚disliken‘. Wenn Sie Updates von Künstlern, Unternehmen etc. weiterhin erhalten möchten, lesen Sie Zeitung oder kommen Sie auf Twitter!
  2. Löschen Sie so viele Bilder wie möglich aus ihrem Profil und stellen Sie keinesfalls neue auf ihr Profil! Wenn überhaupt, dann ohne Verbindung zu Ihrer Person, d.h. ohne Markierung. Der Gesichtserkennungsdienst von Facebook hat bei Ihnen evtl. noch nicht funktioniert – in diesem Fall haben Sie Glück gehabt.
  3. Schreiben Sie in das „Über mich“-Feld auf Ihrem Profil eine mehr oder weniger appellative Botschaft an andere User, ebenfalls so vorzugehen. Stellen Sie sich gegen Facebook!

Sie hörten einen Aufruf von Phil Harbour, dem vielleicht größten Twitterfetischisten, der frei herumläuft.

Facebook vs. Twitter

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Guten Abend Twitterer.

Falls ihr keine seid, lest diesen Artikel als Apell. Falls doch: Ihr werdet mir Recht geben.

Facebook an sich ist eine tolle Sache. Man kann einfach und komfortabel mit seinen Freunden kommunizieren. Bilder, Videos und so weiter (oder wie Facebook es nennt: Inhalte) posten und dem gesamten Bekanntenkreis auf einmal zeigen. Über Facebook können wunderbare Freundschaften und echte Beziehungen entstehen. Außenseiter zu sein wird fast unmöglich gemacht. Das hört sich gut an.

Was Facebook aber nicht kann, kann Twitter. Und noch mehr. Ich kann auf Twitter Bilder, Videos,  Text und notfalls Links posten. Ich kann chatten, ich kann per Mention reden. Mehr als 140 Zeichen schreibt doch auch auf Facebook keine Sau! Die sind da doch stolz, wenn sie einen fehlerlosen Satz schreiben! Gelikt wird auf Twitter nichts. Das ist auch gut so. Jeder folgt einfach dem, was er mag, und muss nicht dem folgen, der ihm folgt. So wird man nicht zugespammt von Leuten, mit denen man nichts zu tun haben will. Oder von Firmen.

Der vielleicht größte Vorteil an Twitter ist, dass man es nutzen kann, wie man will. Bei Facebook hat man ein Benutzerprofil, oder eben nicht. Einzige Alternative bildet die Seite, aber die ist mir zu aktiv. ICH WILL DOCH AUCH LESEN, wass die Leute schreiben, gottverdammt.

Wenn ich Twitter beitrete, dann entweder, weil ich es als Kommunikationsmöglichkeit nutzen möchte, oder um Werbung für mein Unternehmen zu machen, oder um Leute zum Lachen zu bringen, oder um mit Promis in Kontakt zu kommen, oder einfach immer auf dem neusten Stand zu sein oder oder oder. Jeder wie er will.

An alle Twitterer: Sind wir nicht alle eine große Familie? WIR sind die wahren Witzeerzähler. Und WIR sind die eigentlichen Nachrichten!

An alle Facebookfaschisten: DENKT MAL DRÜBER NACH WAS IHR DA TUT!

Sie hörten einen Kommentar von Phil Harbour, einem leidenschaftlichen Twitterer (gesendet von meinem iPhone).